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Aktuelles & Berichte
Mystischer Isenheimer Altar
Im epochalen Meisterwerk von Matthias Grünewald findet sich eine intensive Bildersprache / Klaus Gras brachte der Kehler Bürgerstiftung Historie und Histörchen rund um den Altar näher
Vier Jahre hatte Matthias Grünewald gebraucht, um sein Meisterstück „Isenheimer Altar“ zu vollenden. Neben der Stuppacher Madonna, die in der Nähe von Bad Mergentheim zu besichtigen ist, hatte der mittelalterliche Künstler von 1512 bis 1516 den Isenheimer Altar auf zwei feststehenden und vier drehbaren Altarflügeln gemalt – eines der bedeutendsten Meisterwerke der deutschen Tafelmalerei.
Wer dieses mehr als 500 Jahre alte Meisterwerk in Isenheim besichtigen will, ist jedoch schlecht beraten. Um den Altar mitsamt der Skulpturen im Altarschrein, die dem um 1490 in Straßburg tätigen Bildschnitzer Niklaus von Hagenau zugeschrieben werden, zu bestaunen, sollte man es den Mitgliedern der Bürgerstiftung in Kehl gleichtun, die unter der Führung von Klaus Gras ins Musée Unterlinden nach Colmar fuhren.
1793, mitten in den Wirren der Französischen Revolution, wurde das Grünewald’sche Meisterwerk von Isenheim nach Colmar gebracht – und dort blieb es bis auf den heutigen Tag.
Gras hatte bereits vor der Jahrtausendwende alles abgegrast, was ihm in Sachen Isenheimer Altar zwischen die Finger gekommen war. Dazu zählt auch ein aufklappbarer Altar im Format DIN A4, mit dem er Wissbegierigen die einzigartigen Schönheiten des Altars schmackhaft machen möchte.
Matthias Grünewald, der aus der Gegend von Aschaffenburg stammte und als Künstler zu jener Zeit noch grün hinter den Ohren war, kam zum Isenheimer Altar wie die Jungfrau zum Kind: Ursprünglich hatte der Colmarer Bürger Martin Schongauer den Auftrag erhalten, doch er starb 1491.
Und so kam der damalige Abt Guido Guersi auf die Idee, den Auftrag einem billigen Greenhorn der Malerei zu geben. Der Künstler hatte bis ins letzte Detail vorgeschrieben bekommen, was der Altar zeigen sollte. Dazu waren exakte Bibelkenntnisse vonnöten.
Bis zur Fertigstellung des Isenheimer Altars ließ sich der gute Matthias Grünewald vier Jahre Zeit. Vier Jahre? Na klar, das Holz musste zur Bearbeitung trocken sein und Grünewald musste sich in Italien inspirieren lassen.
So verzögerte der Maler geschickt die Fertigstellung seines dann doch epochalen Werks, immer mit Blick auf freie Kost und Logis im Kloster. In Isenheim, das 20 Kilometer südlich von Colmar liegt, war ein Spitalorden der Antoniter angesiedelt, dessen Abt Grünewalds Auftraggeber gewesen war. Hauptanliegen der Antoniter war die Bekämpfung des vergifteten Mutterkorns. „Auf dem Mutterkorn wächst ein giftiger Pilz (Alkaloid), der das Mehl vergiftet und damit alle Mehlprodukte ungenießbar macht“, so Klaus Gras in seinen Ausführungen für die Kehler Bürgerstiftung vor Ort.
Der gekreuzigte Jesus
Im Mittelpunkt des Isenheimer Altars steht der gekreuzigte Jesus, der durch seine Verletzungen die Bedrohung der mittelalterlichen Bevölkerung durch das vergiftete Mutterkorn psychologisch relativieren konnte. „Im Johannesevangelium“, so Gras, „wird zwischen der Verhaftung Jesu im Garten Gethsemane und der Kreuzigung auf dem Berg Golgatha in zwei Sätzen erwähnt, wie brutal Jesus gefoltert worden war.“
Grünewald macht diese Folterungen durch einen gebogenen Querbalken am Kreuz sowie die deformierten Hände und Füße des Gottessohnes sichtbar. Der Altar zeichnet sich durch eine intensive und detaillierte Bildsprache aus. Ein Beispiel sind die sieben Todsünden, die laut Gras „damals genauso aktuell waren wie heute“: Neid, Geiz, Faulheit, Zorn, Hochmut (vor dem Fall), Unzucht und Gefräßigkeit. Wer die sieben Todsünden näher kennenlernen möchte, hat täglich von 9 bis 18 Uhr außer dienstags im Musée Unterlinden in Colmar Gelegenheit dazu.
Bericht:
Gerd Birsner
Fotos:
Altar: Musée Unterlinden, ColmarKlaus Gras: Erwin Lang
Rund und fruchtig
Bürgerstiftung präsentiert den Stifterwein Nr. 12, wieder ein Brückenbauer / Beste Stimmung mit Weinexperte Siegbert Bimmerle und Entertainer De Hämme
Im Glas ein kräftiges Rubinrot mit purpurnen Reflexen. Was wie im Märchen klingt, das beschreibt den Stifterwein Nr. 12 der Bürgerstiftung Kehl (BSK). Bei seiner Präsentation am Dienstagabend im bis zum letzten Platz besetzten Saal des Dr.-Friedrich-Geroldt-Hauses freut sich die Vorstandsvorsitzende Barbara Tonnelier über „den lebhaften Zuspruch. Das ist einfach toll und zeigt, dass die Qualität des Weines für sich spricht.“
„Die Qualität“ kommt aus dem Weingut Bimmerle aus Renchen-Erlach, seit 2021 Partner der Bürgerstiftung für das Weinprojekt. Die Vorstandsvorsitzende dankt denn auch Siegbert Bimmerle, Inhaber in der dritten Generation, für die Treue und Unterstützung: Für jede über die Stiftung verkaufte Flasche Wein gibt es vom Weingut eine „großzügige Spende“. Barbara Tonnelier: „Die Weinaktion ist das Fundraising-Projekt, das uns am meisten Geld zur Finanzierung unserer Stiftungsziele bringt.“
„Die Zwölf ist die Zahl der Vollkommenheit“, stellt Klaus Gras die Symbolik des Stifterweins 2025 heraus. Er macht die Honneurs für das die Verkostung ausrichtende BSK-Weinteam, dem zudem Dany Brüning, Michael Bühler, Heinrich Flaig und Claus Preiss angehören. Ihr Engagement würdigt die Vorstandsvorsitzende ebenso wie das vom Hämme, alias Helmut Dold aus Lahr-Kuhbach.
Mit dem „Blues für Kehl“ eröffnet De Hämme auf seiner Trompete den gelungenen Abend bei seiner Premiere bei der BSK. Mit Sprüchen, Witzen und Gedichten wie „Kampf gegen die Pfunde“ präsentiert er mit Charme und Gnitzheit originelle badische Späße – und bringt mit seinen Liedern die Weinliebhaber zum Mitsingen und Mitklatschen: „Ich schenk ä Fläsch’l Wii“.
Mehr als ein „Fläsch’l Wii“ hat Siegbert Bimmerle dabei, ein weiterer Garant für beste Stimmung bei dieser Weinverkostung. Gleichermaßen humorvoll und sachkundig stellt der gelernte Weinküfer die edlen Tropfen vor – zum Stifterwein fünf weitere, alle Gold dekoriert. Seit der Nr. 8 ist der Stifterwein ein „Brückenbauer“, stammt ab da aus dem Weingut Bimmerle und hat das von Roland Hammel und Wolfgang Maelger entworfenen Etikett, auf dem die Passerelle des deux Rives das Straßburger Münster und die Kehler Friedenskirche als Brücke miteinander verbindet.
Über 90 Kilometer erstrecken sich auf 170 Hektar die Anlagen für die Bimmerle Weine von Baden-Baden bis Ettenheim mit Sandstein-, Granit- oder Lössboden. Seit 1986 leitet Siegbert Bimmerle das Weingut, das 1936 von seinem Großvater Josef Bimmerle gegründet wurde. Das Weingut zählt eigenen Angaben zufolge heute zu den 100 besten Erzeugern Deutschlands. Im laufenden Jahr gibt es beim regionalen Wettbewerb der TOP TEN Ortenau Platz 1 für Riesling und einen zweiten Platz für Spätburgunder Rotwein. Bei Bundes- und Landesprämierungen 2025 verzeichnet der Betrieb 31 Mal Gold und zweimal Silber.
Der „Stifterwein Brückenbauer 12“ ist ein trockener Qualitäts-Rotwein, Jahrgang 2023, gereift im Eichenfass und mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Die Cuvée aus 50% Pinot Noir, 30% Merlot und 20% Cabernet Sauvignon ist entsprechend der Charakterisierung von Siegbert Bimmerle duftig-weich, rund und fruchtig, hat Anklänge von Kirsche und schwarzem Pfeffer sowie ein bisschen Kaffeearomatik: „Ein gelungener Wein, der gut gelagert zehn Jahre hält.“
Neben der Premiere des Stiftungsweins 2025 und dem Auftritt vom Hämme ist das Dr.-Friedrich-Geroldt-Haus als Veranstaltungsort die dritte Premiere. „Wir freuen uns, dass Sie bei uns zu Gast sind“, sagt Vorstand und Heimleiter Stephan Müller. Er dankt für die Unterstützung durch die Bürgerstiftung. Dass diese immer wieder Unterkunft im Geroldt-Haus findet, beispielsweise für Sitzungen, weil die Stiftung über keine Geschäftsstelle verfügt, dafür dankt die Vorstandsvorsitzende Tonnelier.
Beifall dafür sowie für die guten Tropfen und die leckeren Häppchen aus der Geroldt-Küche und einen angeregten, unterhaltsamen und informativen Abend gibt es von den Weinfreunden: Sie sind – entsprechend einem Hämme-Liedle – so gued druff und total verknallt: in den kräftig rubinroten „Stifterwein Brückenbauer 12“ mit purpurnen Reflexen.
Weinprojekt der Bürgerstiftung
Zusätzlich zum Stifterwein Nr. 12 „Der Brückenbauer“ gehören zum Weinprojekt 2025 der Bürgerstiftung Kehl (BSK) des Weiteren ein Weißer Spätburgunder „Blanc de Noirs“, ebenso ein Kabinett trocken wie ein Grauer Burgunder und ein ebenso trockener Rosé-Qualitätswein. Die drei Weine sind vom Jahrgang 2024. Dazu kommt ein sehr vollmundiger, gehaltvoller Rotwein, eine Cabernet Sauvignon zu 24,90 Euro. Für die vier anderen Weine liegt über die Bürgerstiftung bestellt der Aktionspreis je Flasche zwischen 8,90 und 11,50 Euro. Außerdem wird ein Pinot brut Winzersekt zu 14,90 Euro angeboten.
Alle Bimmerle-Erzeugnisse sind mit Gold ausgezeichnet. Das Weingut Siegbert Bimmerle überweist der Kehler Bürgerstiftung für jede über die Stiftung bestellte Flasche laut BSK-Mitteilung „eine großzügige Spende“. Für die letzten vier Jahre immerhin eine Spende von durchschnittlich je rund 10.000 Euro.
Zusammen mit dem KFV-Zuschauerprojekt gehört die Weinaktion mit dem Stifterwein zu den beiden großen Fundraising-Projekten, von denen die Hilfemaßnahmen der Stiftung leben. Pro Jahr fördert die Kehler Bürgerstiftung bis etwa 70 Einzelprojekte im sozialen und kulturellen Bereich und hilft in Notfallsituationen.
Bestellungen für den zwölften Stifterwein „Der Brückenbauer“ sowie für Weißweine, Rosé und Sekt vom Weingut Bimmerle per Mail an klaus.gras@gmx.de oder Telefon 07851-72265 oder online unter https://buergerstiftung-kehl.de/stifterwein-bestellen.
Zitate
„Der beste Wein ist der, der Ihnen schmeckt!“
„Es muss immer noch Lust sein, zum Glas zu greifen, dann haben Sie guten Wein auf dem Tisch stehen!“
Siegbert Bimmerle, Inhaber Weingut Bimmerle.
Fotos:
Erwin Lang
Verkostung des DerStifterwein Nr. 12: Ein Abend mit Winzer Siegbert Bimmerle!
Stifterwein Nr. 12 der Bürgerstiftung verkosten
Am kommenden Dienstag, 25. November, im Dr. Friedrich-Geroldt-Haus
Stifterwein Nr. 12 der Bürgerstiftung Kehl kann am kommenden Dienstag, 25. November, im Dr. Friedrich-Geroldt-Haus (Iringheimer Straße 51) probiert werden. Ab 19 Uhr berichtet Winzer Siegbert Bimmerle über „diesen besonders gelungenen Rotwein“. Die Bürgerstiftung lädt die Bevölkerung zu diesem Termin ein. Der Wein besteht zur Hälfte aus „elegantem Pinot Noir, zur anderen aus weichem fruchtigem Merlot und körperreichem kräftigem Cabernet Sauvignon“.
Mit dabei bei der Verkostung ist Helmut „de Hämme“ Dold.
Wer dabei sein will, sollte sich anmelden (die Teilnehmerzahl ist begrenzt): michael.buehler@dkv.com.
Auch weitere Weine und der Winzersekt, die zugunsten der Bürgerstiftung verkauf werden, können probiert werden.
Eine Weinbestellung ist auch hier online möglich.





