Herzlich willkommen bei der Bürgerstiftung Kehl!

Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere Arbeit interessieren! Auf dieser Seite erhalten Sie umfassende Informationen über unser gesellschaftliches Engagement, unsere vielfältigen Projekte und Aktivitäten, die wir gemeinsam mit der Kehler Gemeinschaft umsetzen. Als Bürgerstiftung setzen wir uns für die nachhaltige Entwicklung und das Wohl unserer Stadt ein – sei es durch die Förderung von Bildung, sozialen Initiativen oder kulturellen Angeboten.

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Aktuelles & Berichte

Zukunft in Kork gesichert

Die Initiative „Family Light“ des Evangelischen Kirchenbezirks Ortenau findet auch in Kehl viel Zuspruch. In Kork kann das Projekt dank der Bürgerstiftung Kehl langfristig finanziert werden.

Von Nathalie Schneider

Die Initiative „Family Light“ des Evangelischen Kirchenbezirks Ortenau ist stetig am Wachsen. Erst im vergangenen November kamen zwei der sogenannten „Glühwürmchen“-Gruppen für junge Familien in Neumühl und Kork hinzu (wir berichteten). Für Kork steht nun fest: Das dortige Format, das nun im neuen Anselm 4.0 stattfindet, kann langfristig finanziert werden.

Möglich ist das durch die Bürgerstiftung Kehl (BSK) – genauer: durch den verstorbenen Helmut Schneider. Korker durch und durch, setzte er sich nicht nur zu Lebzeiten aktiv für sein Dorf ein, sondern sorgte auch dafür, dass die evangelische Kirchengemeinde vor Ort auch nach seinem Ableben gefördert wird. So äußerte Schneider in seinem Testament den Wunsch, einen Teil seines Erbes der BSK zu vermachen – zweckgebunden für ein Projekt der evangelischen Kirchengemeinde.

Mehrere Tausend Euro

Das Projekt, das davon profitiert, ist „Family Light“ – ein Format, das junge Familien nach der Geburt eines Kindes unter anderem durch Krabbelgruppen, die „Glühwürmchen“-Gruppen, begleitet. „Und das finde ich sehr gut, weil ich den Bedarf einfach sehe“, freut sich BSK-Vorsitzende Barbara Tonnelier. Mit rund 4300 Euro pro Jahr kann das Format, das in bestimmten Fällen auch an die Frühen Hilfen und  weitere Beratungsstellen vermittelt, nun langfristig in Kork finanziert werden.

Sybille Krause, die evangelische Gemeindepfarrerin in Kork, kannte Schneider persönlich: „Er hat wörtlich das Zeitliche gesegnet.“ Denn die finanzielle Sicherung des Projekts komme nun den Jüngsten zugute – ein „Segen“, der über seine Lebzeit andauert.

Auch der Willstätter Pfarrer Christian Meyer schätzt diese Förderung sehr. „Das brauchen wir mehr“, betont er. Denn die langfristige Finanzierung sei es letztlich, die solche Projekte zur Prävention erst möglich mache. Deshalb wünscht er sich, dass es in Zukunft auch in weiteren Ortschaften, wo das Projekt läuft, eine mittel- bis langfristige finanzielle Sicherung gibt.

„Als Kirche gehen wir in Vorleistung“, sagt er. Doch nur durch Spenden und Förderungen, die zu den Rücklagen hinzukommen, könne der Finanzierungs-Akku sich „immer wieder neu aufladen“. Durch die notwendigen Einsparungen, die auch die Kirche vornehmen muss, werden Stiftungen für solche Projekte daher immer wichtiger.

Weitere Gruppen starten

Für Barbara Tonnelier fließt das Geld in ein wichtiges Projekt. „Ich sehe es als absolute Notwendigkeit, den Eltern früh zur Seite zu stehen.“ Auch in Auenheim, Leutesheim und Sand wird dies demnächst möglich sein – hier hat „Family Light“ erst kürzlich begonnen. Die ersten „Glühwürmchen“ treffen sich wohl im Mai.

8. Mai 2026, 19:57 Uhr

Trommeln macht Spaß

Das Musik-Projekt der Bürgerstiftung Kehl wurde 2024 breiter aufgestellt. Am Donnerstag (4. April2025) fand in der Guggenmos-Schule ein „Drum Circle“ mit Kindern und deren Eltern statt.

Von Karin Bürk

Im Rahmen des Leuchtturmprojektes der Bürgerstiftung Kehl (BSK) stand am Donnerstag für Erwachsene und Jugendliche in der Guggenmos-Grundschule eine besondere Schulstunde auf dem Stundenplan: "Drum Circle" unter Leitung von Dietmar Göppert.

Seit 2024 wurde die musikalische Förderung von Kindern auf eine breitere Basis gestellt, damit mehr Kinder von einem musikalischen Angebot und seinen positiven Auswirkungen auf Emotionen, Konzentration, Gedächtnis und der Freude an der Musik profitieren können. Die Zielgruppe sind Grundschulkinder, die von einer Fachkraft, bezahlt von der BSK, in einer AG außerunterrichtlich gefördert werden. Ohne diese Förderung könnte dieser "Unterricht" nicht stattfinden. Bei Aufführungen in der Schule und in Altenheimen zeigen die Kinder stolz ihre neu erworbenen Fähigkeiten. Dabei lernen sie, gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten und werden durch den Erfolg in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt.

Seit 2025 werden in der BSK verstärkt Projekte zur Förderung von Kindern und Jugendlichen finanziert, zum Beispiel Team4Winners, ein sportliches Angebot an Schulen. Ursprünglich hieß das Projekt "Musik-Förderprojekt für Kinder und Jugendliche" und wurde ab dem Sommersemester 2015 realisiert. Mit der Erweiterung dieses Leuchtturmprojekts 2024 wurde die "Musik" im Namen weggelassen, um auch andere Aktivitäten und Initiativen im Zusammenhang mit Kindern und Jugendlichen fördern zu können.

Da die Bürgerstiftung Partner der Hebelschule ist, fand am Donnerstag in der Josef-Guggenmos-Grundschule (früher kleine Hebelschule), ein "Drum Circle", sprich eine Trommel-Stunde, statt. Der pensionierte Musik-Pädagoge Dietmar Göppert ist zertifizierter „Drum Circle Facilitator“ und erfahren in der Leitung von „Drum Circles“. Zahlreiche Pädagogen, Eltern und Kinder sind der Einladung gefolgt und saßen in einem Stuhlkreis vor großen und kleinen Trommeln oder hatten eine Handtrommel in der Hand. Göppert stand in der Mitte des Kreises und fungierte als Dirigent. Spontan und ohne Leistungsdruck wurden auf den von Göppert zur Verfügung gestellten Trommeln musiziert.

Dass der ehemalige Musiklehrer und spätere Konrektor an der Theodor-Heuss-Realschule in Offenburg selbst großen Spaß an der Sache hatte, war ihm immer wieder deutlich anzumerken. Voller Schwung gab er den zu trommelnden Rhythmus an. Es wurden mal leise, mal laute oder auch kräftige Trommeltöne den Instrumenten entlockt. Aus dem anfänglichen Klangchaos schälten sich zunehmend musikalische Rhythmen, die am Ende das mehr und mehr ausgewogene Klangbild bestimmten. Auf jeden Fall hatten alle Anwesenden eine Stunde lang große Freude und riesigen Spaß an der Sache.

 

8. Mai 2026, 19:48 Uhr

Bürgerstiftung Kehl beklagt rückläufige Spendenbereitschaft

Auch die Bürgerstiftung Kehl leidet unter der allgemein zunehmenden Zurückhaltung von Spendern. Ein neues Projekt soll Kehler Kindern ermöglichen, das Schwimmen zu erlernen.

Von Andreas Cibis

Wie die Zeit vergeht: Schon 20 Jahre ist es her, dass sich in Kehl Bürger für einen guten Zweck zusammentaten. Das 20-jährige Bestehen ist für die Kehler Bürgerstiftung ein Grund zum Feiern.

Viel ist geleistet worden. Gleichzeitig steht man aber vor einigen Herausforderungen, wie Vorsitzende Barbara Tonnelier am Freitag (24. April 2025) bei der Stifterversammlung im Dr.-Friedrich-Geroldt-Haus betonte. Die allgemeinen Entwicklungen gehen auch an der Kehler Bürgerstiftung nicht vorbei.

So nimmt das Spendenvolumen seit Jahren ab. Waren es 2023 noch rund 93.000 und 2024 nur rund 85.000 Euro an Spenden, verringerte sich das Spendenaufkommen im Jahr 2025 letztendlich auf rund 73.000 Euro. Im Jubiläumsjahr hofft man, diesen Trend stoppen zu können.

Präventivprojekt an Schulen

Die „klammen Kassen der Kommunen“ wirken sich auch auf die Arbeit der Stiftung aus. Denn so manche im sozialen Bereich angesiedelten freiwilligen Leistungen können Städte und Gemeinden nicht mehr erbringen. Barbara Tonnelier nannte als Beispiel präventive Projekte an Schulen. Deshalb soll in Kehl an allen Schulen über drei Jahre ein Präventionsprojekt durch die Bürgerstiftung finanziert werden. „Der Förderbedarf im Kinder- und Jugendbereich ist erheblich gestiegen“, erklärte die Vorsitzende. Die Stiftung soll sich hier verstärkt einbringen.

56 Nichtschwimmer

In der vierten Klasse der Falkenhausenschule gibt es 56 Nichtschwimmer – eine ernüchternd wirkende Zahl. Gerne möchte hier die Bürgerstiftung gegensteuern. Da es in Kehl kein Hallenbad mehr gibt, sei man mit der Stadt im Gespräch, um den Einsatz eines Schwimm-Mobils zu finanzieren. „Wir hoffen, dieses Projekt realisieren zu können“, so Barbara Tonnelier.

Finanzlage ist solide

Rechtzeitig zur Mitgliederversammlung konnte die Bürgerstiftung den Jahresbericht 2025 in einer Auflage von 800 Exemplaren vorlegen. Die Finanzen der Bürgerstiftung seien solide, betonte Stiftungsratsvorsitzender Karl Haase. Schatzmeister Wolfgang Huber legte Zahlen vor, die der Größe eines mittelständischen Unternehmens entsprechen.

Die Bilanzsumme der Stiftung beläuft sich zum 31. Dezember 2025 auf fast 3,5 Millionen Euro, zum Ende des Jahres 2024 waren es rund 3,4 Millionen Euro. Das Stiftungskapital beträgt mehr als 2,6 Millionen Euro. Die Rücklagen werden auf 642.000 Euro beziffert, das Sachanlagevermögen auf 1,2 Millionen und die Liquidität auf 232.000 Euro.

Mehr als 91.000 Euro gab die Bürgerstiftung im vergangenen Jahr für verschiedene Projekte aus. Davon entfielen rund 32.000 Euro auf Projekte für Kinder und Jugendliche, 23.000 Euro auf den Bereich Demenz, 7224 Euro auf die Tafel, 3780 Euro für den Bereich „Gewalt in der Familie“ und mehr als 24.000 Euro auf allgemeine Projekte. Die Ausgaben waren höher als die Spendeneinnahmen. Mit Hilfe der Kapitalerträge konnte aber die Finanzierung problemlos gestemmt werden, so Wolfgang Huber.

Für Satzungsänderung

Die Versammlung stimmte einer Satzungsänderung zu. Demnach können verdiente Stifter künftig zu Ehrenstiftern ernannt werden.

Bei einer Gegenstimme votierte die Versammlung zudem dafür, die Amtszeit von Vorstandsmitgliedern und Stiftungsräten von bislang vier auf drei Jahre zu verkürzen. Neu in den Stiftungsrat gewählt wurde Klaus Gras.

30. Apr. 2026, 18:12 Uhr
9. Apr. 2026, 13:33 Uhr

Nächste Veranstaltungen

13
JUN

JAPAN & ich - eine Performance mit Pop up Buch/ Ilse Teipelke

Salon Voltaire, Hafenstr.3, Kehl, ab 19:00 Uhr

Die renommierte Künstlerin und unsere Mitstifterin Ilse Teipelke verbindet kritische Gesellschaftsbilder mit poetischen Metaphern und verschiedenen Medien. Nach einem Japan-Aufenthalt zeigt sie vor Ort gewonnenen Eindrücke auf ungewöhnliche Art.


27
JUN

Jubiläumsveranstaltung

Feldscheune Kehl, ab 15:00 Uhr

Auftaktveranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum der Bürgerstiftung Kehl