Herzlich willkommen bei der Bürgerstiftung Kehl!

Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere Arbeit interessieren! Auf dieser Seite erhalten Sie umfassende Informationen über unser gesellschaftliches Engagement, unsere vielfältigen Projekte und Aktivitäten, die wir gemeinsam mit der Kehler Gemeinschaft umsetzen. Als Bürgerstiftung setzen wir uns für die nachhaltige Entwicklung und das Wohl unserer Stadt ein – sei es durch die Förderung von Bildung, sozialen Initiativen oder kulturellen Angeboten.

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Aktuelles & Berichte

Von der Idee zur Stiftung

Aus einer Bürgeridee entstand in Kehl eine Institution des Gemeinsinns – die Geschichte der Gründung der Bürgerstiftung.

von Hans-Jürgen Walter

Eine Bürgerstiftung – keine Bürgermeisterstiftung. Dieser Satz begleitet die Entstehung der Bürgerstiftung Kehl über viele Jahre hinweg. Geprägt wird er von einer Gruppe Interessierter um den damaligen Kehler Oberbürgermeister Dr. Günther Petry. Der Satz soll deutlich machen, worum es bei dem Projekt geht: nicht um eine Einrichtung der Stadtverwaltung, sondern um eine Stiftung, die von Bürgerinnen und Bürgern getragen wird und dem Gemeinwohl dient.

Die Wurzeln dieser Erfolgsgeschichte reichen bis ins Jahr 1999 zurück. Damals diskutieren zahlreiche Kehlerinnen und Kehler im Rahmen eines umfassenden Bürgerbeteiligungsprozesses über ein Leitbild für ihre Stadt. Neben vielen anderen Ideen entsteht dabei auch der Gedanke einer Bürgerstiftung. Sie soll Ausdruck eines aktiven Gemeinsinns sein und Menschen die Möglichkeit geben, sich dauerhaft für ihre Stadt einzusetzen.

Parallel zu diesen Überlegungen beschäftigen sich auch andere Akteure mit der Frage, wie gesellschaftliche Verantwortung nachhaltig wahrgenommen werden kann. Joachim Parthon, damals Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hanauerland, erinnert sich an Gespräche mit dem Rheinauer Bürgermeister Meinhard Oberle und OB Günther Petry. Gemeinsam sei darüber nachgedacht worden, wie die Sparkasse ihren öffentlichen Auftrag langfristig und wirkungsvoll erfüllen könnte.

Einen entscheidenden Impuls erhielt die Diskussion im Jahr 2001. Der Unternehmer Prof. Dr. h.c. Dipl.-Ing. Horst Weitzmann spendet anlässlich seines 60. Geburtstags einen größeren Geldbetrag an die Stadt Kehl. Das Geld sollte sozialen Zwecken zugutekommen. Oberbürgermeister Petry vertritt jedoch die Auffassung, dass die Mittel nicht einfach ausgegeben werden sollten. Stattdessen wird die Idee geboren, das Vermögen dauerhaft zu erhalten und die Erträge für gemeinnützige Zwecke einzusetzen.

Aus diesen verschiedenen Entwicklungen formt sich allmählich ein gemeinsames Konzept. Geplant war zunächst, unter dem Dach einer Sparkassenstiftung mehrere lokale Bürgerstiftungen im Hanauerland zu etablieren. Nach den Vorstellungen von Joachim Parthon sollte Kehl den Anfang machen, später sollten auch Willstätt, Rheinau und Lichtenau folgen.

Doch der Weg erweist sich als anspruchsvoll. Das Thema Stiftung ist für die meisten Beteiligten Neuland. Je mehr Menschen sich eingebracht haben, desto vielfältiger sind die Vorstellungen, Erwartungen und auch Bedenken geworden. Insbesondere Reinhard Batz, früherer Verwaltungsleiter des Kehler Krankenhauses und Vorsitzender des Vereins Jugend- und Altenhilfe Kehl, hat wichtige Akzente gesetzt. Große Verdienste erwirbt er sich bei der Ausarbeitung einer Satzung für eine noch zu gründende vorbereitende Initiative. Zugleich ist er der Auffassung, dass eine Kehler Bürgerstiftung eigenständig bleiben und nicht unter dem Dach einer anderen Stiftung geführt werden sollte.

Schließlich wird zweigleisig vorgegangen: Die Sparkasse Hanauerland stellt ihre eigenen Stiftungspläne zunächst zurück, um die Entstehung einer unabhängigen Kehler Bürgerstiftung nicht zu behindern. Stattdessen unterstützt sie dieses Vorhaben finanziell. Eine Sparkassen-Stiftung wird 2007 gegründet. In Willstätt gibt es eine Bürgerstiftung seit 2011, in Rheinau seit 2012.

Im März 2004 wird der Verein „Initiative Bürgerstiftung Kehl e.V.“ gegründet. Er sollte den organisatorischen und finanziellen Grundstein für die spätere Stiftung legen. 23 Gründungsmitglieder schließen sich zusammen und formulieren ein ehrgeiziges Ziel: Innerhalb von drei Jahren sollten mindestens 50.000 Euro Stiftungskapital gesammelt werden. Nur dann konnte die spätere Stiftung die erforderliche Anerkennung erhalten.

Reinhard Batz spricht damals von einer langfristigen Aufgabe. Die Idee einer Bürgerstiftung müsse zunächst „in die Köpfe und in die Herzen der Menschen“ gelangen. Dabei gehe es nicht nur um Geld. Ebenso wichtig sei die Bereitschaft, Zeit, Wissen und Engagement einzubringen. Jeder könne mitwirken.

Die Satzung der Initiative spiegelte diesen Gedanken wider. Ziel war die Förderung der sozialen und kulturellen Entwicklung Kehls. Unterstützt werden sollten insbesondere Jugendprojekte, gesellschaftliche Randgruppen, kulturelle Aktivitäten sowie bürgerschaftliches Engagement. Alle Tätigkeiten erfolgten ehrenamtlich und ausschließlich zum Wohl der Allgemeinheit.

Im Juni 2004 wählt die Initiative ihren ersten Vorstand. An der Spitze steht Reinhard Batz. Ihm zur Seite Matthias Naumann als Stellvertreter und Joachim Parthon als Schatzmeister. Weitere Vorstandsmitglieder sind Prof. Dr. Joachim Walter, Prof. Dr. Roland Geitmann, Ursel Peckolt und Roland Hammel.

Mit Beharrlichkeit, Überzeugungsarbeit und zahlreichen Unterstützern wächst das Projekt Schritt für Schritt. Die Grundlagen sind gelegt. Doch die entscheidende Etappe steht noch bevor: die Gründung der eigentlichen Bürgerstiftung. Im Herbst 2006 sollte aus einer Idee Wirklichkeit werden – nach Jahren der Vorbereitung, zahllosen Gesprächen und einem bemerkenswerten Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger.

Bürgerfest zum Geburtstag

Zehn Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen gründeten am 29. September 2006 die Bürgerstiftung Kehl. Nun feiert sie ihr 20-jähriges Bestehen.

Die Bevölkerung ist eingeladen, beim Bürgerfest am Samstag, 27. Juni, von 15 bis 21 Uhr in der und rund um die Feldscheune die Stiftung kennenzulernen. Geförderte Gruppen und Vereine stellen sich vor, ebenso werden Leuchtturmprojekte der Stiftung präsentiert. Es gibt Auftritte (z.B. Theater der 2 Ufer und die Theaterwelt), Filmbeiträge (Zweierpasch), Darbietungen von Schulen, Spielangebote für Kinder, eine Tombola und Bewirtung.

Fotos
01_Batz_Petry_2013-10-02_saam_aus KeZ Zwei der „Architekten“ der heutigen Kehler Bürgerstiftung. Der damalige OB Günther Petry, der im Oktober 2013 Reinhard Batz (links) für dessen umfangreiches ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz überreicht. Batz hat sich in der „Initiative Bürgerstiftung Kehl e.V.“ große Verdienste im Vorfeld der Gründung der Stiftung erworben.  Foto: Nina Saam
01_Buergerstiftung_Messias_Empfang_522_Weitzmann Empfang für die Kehler Bürgerstiftung im Festspielhaus Baden-Baden mit Gründungsstifter Horst Weitzmann (mit Mikrofon), rechts neben ihm Vorstands-Vorsitzender Jörg Armbruster, links neben ihm Festspielhaus-Intendant Andreas Mölich-Zebhauser. Der Besuch der Aufführung von Händels „Messias“ bildete einen klangvollen Abschluss des 10. Geburtstags der Kehler Bürgerstiftung. Foto: Hans-Jürgen Walter
01_Guschlbauer_2023 Dem Ziel der „Initiative Bürgerstiftung Kehl e.V.“ einer Förderung der sozialen und kulturellen Entwicklung Kehls entspricht die Bürgerstiftung beispielsweise mit der Ausrichtung der Konzertreihe mit Maestro Theodor Guschlbauer, wie auf dem Foto von 2023 in der Marienkirche. Foto: Erwin Lang
01_Musik_Guggenmos_712 Wie es sich die „Initiative Bürgerstiftung Kehl e.V.“ vorgestellt hat, unterstützt die Bürgerstiftung Jugendprojekte, wie bei Grundschulkindern, die von einer Fachkraft, bezahlt von der Stiftung, in einer AG außerunterrichtlich gefördert werden.   Foto: Hans-Jürgen Walter
4. Juni 2026, 09:51 Uhr

Wenn Musik Herzen berührt

Im Seniorenzentrum „Am Wasserturm“ schenkt das Projekt „Klassik hören“ Menschen mit und ohne Demenz Erinnerungen, Nähe und Lebensfreude.

von Hans-Jürgen Walter

Im Erinnerungszimmer des Seniorenzentrums „Am Wasserturm“ im Kehler Wohngebiet Schneeflären herrscht an diesem Vormittag eine besondere Stimmung. Die Stühle im Raum stehen in U-Form, an der offenen Seite ein großer Bildschirm – er ist die „Konzertbühne“. Auf dem Tisch in der Mitte stehen Getränke, daneben eine Pfingstrose – frisch aus dem Garten von Heide Hilzinger. Es sind kleine Gesten wie diese, die zeigen, worum es hier geht: um Nähe, Würde, Erinnerungen und um das Gefühl, gemeinsam etwas Schönes zu erleben.

Seit Januar 2025 gehört das Projekt „Klassik hören“ zum Aktivierungsprogramm der Einrichtung. Entstanden ist die Idee im Demenz-Ausschuss der Bürgerstiftung Kehl. Dort engagiert sich Heide Hilzinger seit vielen Jahren – wie ebenso mit ihrem Stiftungsfonds für Demenz-Betreuung. Gemeinsam mit Werner Unger, ihrem Nachbarn „mit einem Zimmer voll mit Schallplatten und CD’s“, bietet sie dieses Musik-Angebot ehrenamtlich an für die Senioreneinrichtungen in Kehl. Beide verbindet ihre Leidenschaft für Musik und die Überzeugung, dass Musik Menschen erreicht, selbst dort, wo Worte manchmal nicht mehr ankommen.

„Dieser Tag ist ein besonderer Tag“, sagt Lucia Ehret-Benz, Betreuungsleiterin des Hauses, zur Begrüßung. Sie begleitet das Projekt von Seiten des Seniorenzentrums und stimmt zusammen mit Heide Hilzinger und Werner Unger das Programm ab – passend zur Jahreszeit und vor allem passend zu den Menschen, die zuhören – einige von ihnen mit Demenz. Doch wenn die Musik beginnt, verschwimmen diese Unterschiede.

Vielleicht liegt darin die Kraft der klassischen Musik: Sie erzählt von Gefühlen, die jeder kennt. Von Freude und Sehnsucht, von Streit und Versöhnung, von Frühling, Hoffnung und Trost. Gefühle, die Erinnerungen wecken können – manchmal ganz leise, manchmal überwältigend.

Eröffnet wird das etwa 45-minütige „Konzert“ mit dem „Frühling“ aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Heide Hilzinger spricht über den Wechsel der Jahreszeiten als Teil des Lebens. Über das Erwachen der Natur, über Sonne, Knospen und Blumen. Worte, die viele der Zuhörenden unmittelbar erreichen. Die Musik erklingt nicht in klassischer Konzertfassung, sondern mit dem Violinisten Holger Engelhardt, der beim Geigenspiel durch die Natur wandert. Bilder von Wiesen, Licht und Bewegung begleiten die Musik. Manche Zuhörer lächeln still, andere schließen die Augen. Für einen Augenblick scheint sich der Raum zu öffnen.

Die Verbindung zwischen Natur und Musik ist dabei mehr als nur Kulisse. Musik kann Erinnerungen öffnen, die lange verborgen schienen. Sie kann beruhigen, aktivieren und Geborgenheit schenken.

Auch Wolfgang Amadeus Mozart spricht an diesem Vormittag die Herzen an mit dem Konzert für zwei Klaviere und Orchester KV 365, im Video gespielt von den niederländischen Brüdern Lucas und Arthur Jussen. Im ersten Satz scheinen die beiden Klaviere miteinander zu streiten, lebhaft und voller Temperament. Im zweiten Satz dagegen wird die Musik ruhiger, weicher, fast versöhnlich. Die Melodien finden zusammen. Dass der ältere der beiden Brüder mit 33 Jahren heute fast genauso alt ist wie Mozart bei seinem frühen Tod (35 Jahre), verleiht dem Moment eine zusätzliche Nachdenklichkeit. Musik verbindet Generationen, Zeiten und Lebensgeschichten.

Passend zum Mai folgt schließlich Jonas Kaufmann mit dem Lied „Komm lieber Mai und mache“. Der warme Tenor, begleitet vom Klavier, erfüllt den Raum mit Leichtigkeit und Hoffnung. Viele kennen das Lied seit ihrer Kindheit. Einige summen leise mit. Andere bewegen kaum merklich die Lippen. Gerade vertraute Musik kann bei Menschen mit Demenz erstaunliche Reaktionen hervorrufen – oft bleiben Melodien und Liedtexte lange erhalten, selbst wenn andere Erinnerungen verblassen.

So wird aus dem gemeinsamen Hören weit mehr als ein Kulturangebot. Es entsteht Gemeinschaft. Niemand muss etwas leisten oder erklären. Die Musik trägt die Gefühle.

Am Ende gibt es Applaus – wie in einem großen Konzertsaal. „Wir freuen uns immer darauf“, sagen die Bewohner. „Es war sehr schön“, meint ein Zuhörer. Und eine ältere Dame sagt beim Verlassen des Erinnerungszimmers leise: „Ich bin glücklich.“

Vielleicht beschreibt genau dieser Satz am besten, warum Heide Hilzinger und Werner Unger ihr Projekt mit so viel Freude weiterführen. Denn Musik tut gut. Sie schenkt Lebensqualität, weckt Erinnerungen und öffnet Türen, die manchmal längst verschlossen schienen. Und manchmal reicht dafür schon eine Geige im Frühlingslicht, zwei miteinander spielende Klaviere oder ein Lied über den Mai.

2. Juni 2026, 17:00 Uhr

Richtig Müll sortiert , das brachte Preise

Die Preisträger der Aktion „Richtige Mülltrennung“ wurden im Rahmen des Kehler Messdi auf der Hafenbühne ausgezeichnet. Aufgabe der Teilnehmer war es, 40 Stoffe theoretisch in den richtigen Müllbehälter einzusortieren.

Die Initiativgruppe „Sauberes und buntes Kehl“ prämierte die Preisträger der Aktion „Richtige Mülltrennung“. „Eine saubere Aktion“, freute sich Susanne Huber von der Abfallwirtschaft Ortenau, als am Messdi-Freitag auf der Hafenbühne zehn Preisträger des Preisausschreibens „Richtige Mülltrennung“ ausgezeichnet wurden.

Sie selbst fungierte als Losfee für hoch dotierte Geldpreise, abgestuft zwischen 300 und 50 Euro, gesponsert von der Bürgerstiftung Kehl. An der Prämierung nahm auch Karl Haase als Vorsitzender des Stiftungsrates teil. Beim Entwurf des Preisausschreibens durch Karl O. Roth, Ulf Behringer und Klaus Gras als Mitglieder der Initiativgruppe, wirkte Susanne Huber als Fachfrau und Spezialistin mit. Müllbeseitigung und Mülltrennung stehen im Fokus der Abfallwirtschaft Ortenau, sind jedoch auch Kernaufgaben einer umweltbewussten Erziehung für alle Bürger. Insofern durften am Preisausschreiben Schüler aller Kehler Schulen teilnehmen und ein Fragenblatt ankreuzen für das richtige Einsortieren von 40 Beispielen in die grüne Tonne, die graue Tonne, den Gelben Sack, den Altglas-Container oder den Sondermüll.

Keine leichten Aufgaben, denn von 109 teilnehmenden Schülern aus sechs verschiedenen Schulen waren nur neun richtige Lösungen dabei, die Susanne Huber aus der Lostrommel zog. Und in einem zweiten Losgang wurde der zehnte Gewinner ermittelt aus einer zweiten Gruppe mit nur einem geringen Fehler. Dass dabei der Oberlin-Schulverbund sechs Preisträger stellte, war nicht verwunderlich in Anbetracht einer relativ hohen Teilnahme, aber auch die Grundschulen Guggenmos und Sundheim stellten Preisträger, ebenso die Hebelschule.

Die Aktion war in jedem Fall ein Gewinn: Auch wer keinen Preis gewonnen hat – alle haben viel darüber gelernt, die Umwelt zu schützen.

subkehl, 19. Mai 2026, 17:59 Uhr

20 Jahre für Kehls Miteinander

Jahresbericht 2025 der Bürgerstiftung Kehl zeigt eindrucksvoll, wie Engagement, Projekte und Förderungen die Stadt stärken / Broschüre ist ab jetzt erhältlich

von Hans-Jürgen Walter

„2025 war für die Bürgerstiftung Kehl ein erfolgreiches und stabiles Jahr.“ Das stellt die Vorsitzende Barbara Tonnelier im Grußwort zum Jahresbericht 2025 der Stiftung fest, der jetzt sowohl als Broschüre als auch digital vorliegt. Die Broschüre ist für Interessierte erhältlich.

Auf 52 Seiten im DIN-A4-Format wird in 30 Beiträgen eindrucksvoll geschildert, was die Bürgerstiftung Kehl (BSK) in den zwölf Monaten des Berichtsjahres für die Stadt Kehl, ihre Bürger jung und alt sowie ihre Vereine und Institutionen geleistet hat. Die im Jahresbericht dargestellten Projekte und Aktivitäten belegen, dass die BSK ihren Stiftungszweck verlässlich erfüllt und einen konkreten Beitrag zum Gemeinwohl in Kehl leistet.

Inmitten einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche, zunehmender Polarisierung und vielfältiger Krisen erweist sich die BSK einmal mehr als tragende Säule bürgerschaftlichen Engagements. Unter dem Leitspruch „Miteinander – Füreinander“ bündelt sie seit 2006 die Kräfte engagierter Kehler, um das gesellschaftliche Leben vor Ort aktiv mitzugestalten – mit sichtbarem Erfolg. Ihr 20-jähriges Bestehen in diesem Jahr feiert die Stiftung unter anderem mit einem großen Bürgerfest am 27. Juni rund um die Feldscheune sowie einem Hock am „Rosa Carbonell Labyrinth“ entweder vor oder nach den Sommerferien.

In den 20 Jahren hat sich viel getan. Die BSK hat aktuell 266 Zustifter. Das Stiftungskapital wuchs auf circa 2,64 Millionen Euro Ende 2025. Wie bei den Kennzahlen nachzulesen ist, verfügt die Stiftung einschließlich Zustiftungen heute über eine Bilanzsumme von rund 3,5 Millionen Euro. Damit liegt sie deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Laut „Report Bürgerstiftungen 2025“, veröffentlicht von der Stiftung Aktive Bürgerschaft gemeinsam mit dem Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands, verfügt die durchschnittliche Bürgerstiftung über 1,6 Millionen Euro Stiftungskapital – Kehl übertrifft diesen Wert deutlich.

Freilich, Zahlen allein erzählen nur einen Teil der Geschichte. Zweck der Stiftung ist die Förderung des Gemeinwohls in Kehl – von Jugend- und Altenhilfe über Bildung, Kunst und Kultur bis hin zu Umwelt- und Naturschutz sowie zur Völkerverständigung. Mit einer knapp sechsstelligen Fördersumme kann die Kehler Stiftung pro Jahr beispielsweise zwischen 70 bis 80 Maßnahmen unterstützen. Ausführungen dazu gibt es zu den Leuchtturmprojekten wie Kehler Tafel, Betreuung von Demenzkranken, musikalische Förderangebote für Kinder und Jugendliche. Projekte gegen häusliche Gewalt sowie zahlreiche weitere Initiativen profitierten ebenfalls von der Unterstützung.

Der Leser erfährt, dass seit 2025 sich die Gruppe „Sauberes und Buntes Kehl“ unter dem Dach der BSK für Umweltprojekte engagiert und damit ein zentrales Satzungsziel der Stiftung umsetzt. Unter dem Motto „Sport bewegt – und verbindet“ bündeln seit dem Berichtsjahr die Kehler Bürgerstiftung und Team4Winners e.V. ihre Kräfte, damit Kinder in Kehl bessere Chancen auf Bewegung und Gemeinschaft erhalten.

Die Erinnerung wachhalten – auch darum kümmert sich die Bürgerstiftung. Mit ihrem im vergangenen Jahr herausgebrachten vierten BSK Extrablatt „Auf den Spuren der Stolpersteine in Kehl – Erinnerungen an das jüdische Kehl“ von Autor Friedrich Peter ist der lokalen Gedenk- und Versöhnungsarbeit ein weiterer bedeutender Baustein hinzugefügt worden. Klassensätze des Heftes haben sechs Schulen sowie die Hochschule Kehl erhalten.

Neben der Projektarbeit organisiert die Bürgerstiftung Konzerte, Vorträge und Veranstaltungen wie die Stifterweinprobe. Zusätzlich zu den Beiträgen im Jahresbericht bietet die Website Einblicke in die Arbeit und den aktuellen Finanzbericht – transparent und offen.

„Das Jubiläumsjahr soll“, so fasst es die Vorstandsvorsitzende Barbara Tonnelier zusammen, „Dankbarkeit für das Erreichte, Freude am Miteinander und Zuversicht für die Zukunft widerspiegeln.“ Alle sind eingeladen, diesen Weg weiterhin oder neu mit der Bürgerstiftung zu gehen – „als Unterstützende, Mitgestaltende oder interessierte Begleiterinnen und Begleiter“.

Jahresberichte

16. Mai 2026, 09:39 Uhr

Nächste Veranstaltungen

13
JUN

JAPAN & ich - eine Performance mit Pop up Buch/ Ilse Teipelke

Salon Voltaire, Hafenstr.3, Kehl, ab 19:00 Uhr

Die renommierte Künstlerin und unsere Mitstifterin Ilse Teipelke verbindet kritische Gesellschaftsbilder mit poetischen Metaphern und verschiedenen Medien. Nach einem Japan-Aufenthalt zeigt sie vor Ort gewonnenen Eindrücke auf ungewöhnliche Art.


27
JUN

Jubiläumsveranstaltung

Feldscheune Kehl, ab 15:00 Uhr

Auftaktveranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum der Bürgerstiftung Kehl