Herzlich willkommen bei der Bürgerstiftung Kehl!
Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere Arbeit interessieren! Auf dieser Seite erhalten Sie umfassende Informationen über unser gesellschaftliches Engagement, unsere vielfältigen Projekte und Aktivitäten, die wir gemeinsam mit der Kehler Gemeinschaft umsetzen. Als Bürgerstiftung setzen wir uns für die nachhaltige Entwicklung und das Wohl unserer Stadt ein – sei es durch die Förderung von Bildung, sozialen Initiativen oder kulturellen Angeboten.
Ihre Möglichkeiten, mitzumachen
Ob Sie uns mit Ihrer Zeit, durch Spenden oder kreative Ideen unterstützen möchten – jede Form der Mitwirkung ist wertvoll. Wir glauben daran, dass jeder Beitrag zählt und zusammen können wir viel erreichen. Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten, wie auch Sie sich für die Bürgerstiftung engagieren können.
Lernen Sie uns kennen und werden Sie Teil unseres Netzwerks!
Tauchen Sie ein in unsere Projekte, lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie, wie Sie selbst aktiv werden können. Zusammen gestalten wir Kehl noch lebenswerter!

Aktuelles & Berichte
Wenn Musik Herzen berührt
Im Seniorenzentrum „Am Wasserturm“ schenkt das Projekt „Klassik hören“ Menschen mit und ohne Demenz Erinnerungen, Nähe und Lebensfreude.
von Hans-Jürgen Walter
Im Erinnerungszimmer des Seniorenzentrums „Am Wasserturm“ im Kehler Wohngebiet Schneeflären herrscht an diesem Vormittag eine besondere Stimmung. Die Stühle im Raum stehen in U-Form, an der offenen Seite ein großer Bildschirm – er ist die „Konzertbühne“. Auf dem Tisch in der Mitte stehen Getränke, daneben eine Pfingstrose – frisch aus dem Garten von Heide Hilzinger. Es sind kleine Gesten wie diese, die zeigen, worum es hier geht: um Nähe, Würde, Erinnerungen und um das Gefühl, gemeinsam etwas Schönes zu erleben.
Seit Januar 2025 gehört das Projekt „Klassik hören“ zum Aktivierungsprogramm der Einrichtung. Entstanden ist die Idee im Demenz-Ausschuss der Bürgerstiftung Kehl. Dort engagiert sich Heide Hilzinger seit vielen Jahren – wie ebenso mit ihrem Stiftungsfonds für Demenz-Betreuung. Gemeinsam mit Werner Unger, ihrem Nachbarn „mit einem Zimmer voll mit Schallplatten und CD’s“, bietet sie dieses Musik-Angebot ehrenamtlich an für die Senioreneinrichtungen in Kehl. Beide verbindet ihre Leidenschaft für Musik und die Überzeugung, dass Musik Menschen erreicht, selbst dort, wo Worte manchmal nicht mehr ankommen.
„Dieser Tag ist ein besonderer Tag“, sagt Lucia Ehret-Benz, Betreuungsleiterin des Hauses, zur Begrüßung. Sie begleitet das Projekt von Seiten des Seniorenzentrums und stimmt zusammen mit Heide Hilzinger und Werner Unger das Programm ab – passend zur Jahreszeit und vor allem passend zu den Menschen, die zuhören – einige von ihnen mit Demenz. Doch wenn die Musik beginnt, verschwimmen diese Unterschiede.
Vielleicht liegt darin die Kraft der klassischen Musik: Sie erzählt von Gefühlen, die jeder kennt. Von Freude und Sehnsucht, von Streit und Versöhnung, von Frühling, Hoffnung und Trost. Gefühle, die Erinnerungen wecken können – manchmal ganz leise, manchmal überwältigend.
Eröffnet wird das etwa 45-minütige „Konzert“ mit dem „Frühling“ aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Heide Hilzinger spricht über den Wechsel der Jahreszeiten als Teil des Lebens. Über das Erwachen der Natur, über Sonne, Knospen und Blumen. Worte, die viele der Zuhörenden unmittelbar erreichen. Die Musik erklingt nicht in klassischer Konzertfassung, sondern mit dem Violinisten Holger Engelhardt, der beim Geigenspiel durch die Natur wandert. Bilder von Wiesen, Licht und Bewegung begleiten die Musik. Manche Zuhörer lächeln still, andere schließen die Augen. Für einen Augenblick scheint sich der Raum zu öffnen.
Die Verbindung zwischen Natur und Musik ist dabei mehr als nur Kulisse. Musik kann Erinnerungen öffnen, die lange verborgen schienen. Sie kann beruhigen, aktivieren und Geborgenheit schenken.
Auch Wolfgang Amadeus Mozart spricht an diesem Vormittag die Herzen an mit dem Konzert für zwei Klaviere und Orchester KV 365, im Video gespielt von den niederländischen Brüdern Lucas und Arthur Jussen. Im ersten Satz scheinen die beiden Klaviere miteinander zu streiten, lebhaft und voller Temperament. Im zweiten Satz dagegen wird die Musik ruhiger, weicher, fast versöhnlich. Die Melodien finden zusammen. Dass der ältere der beiden Brüder mit 33 Jahren heute fast genauso alt ist wie Mozart bei seinem frühen Tod (35 Jahre), verleiht dem Moment eine zusätzliche Nachdenklichkeit. Musik verbindet Generationen, Zeiten und Lebensgeschichten.
Passend zum Mai folgt schließlich Jonas Kaufmann mit dem Lied „Komm lieber Mai und mache“. Der warme Tenor, begleitet vom Klavier, erfüllt den Raum mit Leichtigkeit und Hoffnung. Viele kennen das Lied seit ihrer Kindheit. Einige summen leise mit. Andere bewegen kaum merklich die Lippen. Gerade vertraute Musik kann bei Menschen mit Demenz erstaunliche Reaktionen hervorrufen – oft bleiben Melodien und Liedtexte lange erhalten, selbst wenn andere Erinnerungen verblassen.
So wird aus dem gemeinsamen Hören weit mehr als ein Kulturangebot. Es entsteht Gemeinschaft. Niemand muss etwas leisten oder erklären. Die Musik trägt die Gefühle.
Am Ende gibt es Applaus – wie in einem großen Konzertsaal. „Wir freuen uns immer darauf“, sagen die Bewohner. „Es war sehr schön“, meint ein Zuhörer. Und eine ältere Dame sagt beim Verlassen des Erinnerungszimmers leise: „Ich bin glücklich.“
Vielleicht beschreibt genau dieser Satz am besten, warum Heide Hilzinger und Werner Unger ihr Projekt mit so viel Freude weiterführen. Denn Musik tut gut. Sie schenkt Lebensqualität, weckt Erinnerungen und öffnet Türen, die manchmal längst verschlossen schienen. Und manchmal reicht dafür schon eine Geige im Frühlingslicht, zwei miteinander spielende Klaviere oder ein Lied über den Mai.
Richtig Müll sortiert , das brachte Preise
Die Preisträger der Aktion „Richtige Mülltrennung“ wurden im Rahmen des Kehler Messdi auf der Hafenbühne ausgezeichnet. Aufgabe der Teilnehmer war es, 40 Stoffe theoretisch in den richtigen Müllbehälter einzusortieren.
Die Initiativgruppe „Sauberes und buntes Kehl“ prämierte die Preisträger der Aktion „Richtige Mülltrennung“. „Eine saubere Aktion“, freute sich Susanne Huber von der Abfallwirtschaft Ortenau, als am Messdi-Freitag auf der Hafenbühne zehn Preisträger des Preisausschreibens „Richtige Mülltrennung“ ausgezeichnet wurden.
Sie selbst fungierte als Losfee für hoch dotierte Geldpreise, abgestuft zwischen 300 und 50 Euro, gesponsert von der Bürgerstiftung Kehl. An der Prämierung nahm auch Karl Haase als Vorsitzender des Stiftungsrates teil. Beim Entwurf des Preisausschreibens durch Karl O. Roth, Ulf Behringer und Klaus Gras als Mitglieder der Initiativgruppe, wirkte Susanne Huber als Fachfrau und Spezialistin mit. Müllbeseitigung und Mülltrennung stehen im Fokus der Abfallwirtschaft Ortenau, sind jedoch auch Kernaufgaben einer umweltbewussten Erziehung für alle Bürger. Insofern durften am Preisausschreiben Schüler aller Kehler Schulen teilnehmen und ein Fragenblatt ankreuzen für das richtige Einsortieren von 40 Beispielen in die grüne Tonne, die graue Tonne, den Gelben Sack, den Altglas-Container oder den Sondermüll.
Keine leichten Aufgaben, denn von 109 teilnehmenden Schülern aus sechs verschiedenen Schulen waren nur neun richtige Lösungen dabei, die Susanne Huber aus der Lostrommel zog. Und in einem zweiten Losgang wurde der zehnte Gewinner ermittelt aus einer zweiten Gruppe mit nur einem geringen Fehler. Dass dabei der Oberlin-Schulverbund sechs Preisträger stellte, war nicht verwunderlich in Anbetracht einer relativ hohen Teilnahme, aber auch die Grundschulen Guggenmos und Sundheim stellten Preisträger, ebenso die Hebelschule.
Die Aktion war in jedem Fall ein Gewinn: Auch wer keinen Preis gewonnen hat – alle haben viel darüber gelernt, die Umwelt zu schützen.
20 Jahre für Kehls Miteinander
Jahresbericht 2025 der Bürgerstiftung Kehl zeigt eindrucksvoll, wie Engagement, Projekte und Förderungen die Stadt stärken / Broschüre ist ab jetzt erhältlich
von Hans-Jürgen Walter
„2025 war für die Bürgerstiftung Kehl ein erfolgreiches und stabiles Jahr.“ Das stellt die Vorsitzende Barbara Tonnelier im Grußwort zum Jahresbericht 2025 der Stiftung fest, der jetzt sowohl als Broschüre als auch digital vorliegt. Die Broschüre ist für Interessierte erhältlich.
Auf 52 Seiten im DIN-A4-Format wird in 30 Beiträgen eindrucksvoll geschildert, was die Bürgerstiftung Kehl (BSK) in den zwölf Monaten des Berichtsjahres für die Stadt Kehl, ihre Bürger jung und alt sowie ihre Vereine und Institutionen geleistet hat. Die im Jahresbericht dargestellten Projekte und Aktivitäten belegen, dass die BSK ihren Stiftungszweck verlässlich erfüllt und einen konkreten Beitrag zum Gemeinwohl in Kehl leistet.
Inmitten einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche, zunehmender Polarisierung und vielfältiger Krisen erweist sich die BSK einmal mehr als tragende Säule bürgerschaftlichen Engagements. Unter dem Leitspruch „Miteinander – Füreinander“ bündelt sie seit 2006 die Kräfte engagierter Kehler, um das gesellschaftliche Leben vor Ort aktiv mitzugestalten – mit sichtbarem Erfolg. Ihr 20-jähriges Bestehen in diesem Jahr feiert die Stiftung unter anderem mit einem großen Bürgerfest am 27. Juni rund um die Feldscheune sowie einem Hock am „Rosa Carbonell Labyrinth“ entweder vor oder nach den Sommerferien.
In den 20 Jahren hat sich viel getan. Die BSK hat aktuell 266 Zustifter. Das Stiftungskapital wuchs auf circa 2,64 Millionen Euro Ende 2025. Wie bei den Kennzahlen nachzulesen ist, verfügt die Stiftung einschließlich Zustiftungen heute über eine Bilanzsumme von rund 3,5 Millionen Euro. Damit liegt sie deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Laut „Report Bürgerstiftungen 2025“, veröffentlicht von der Stiftung Aktive Bürgerschaft gemeinsam mit dem Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands, verfügt die durchschnittliche Bürgerstiftung über 1,6 Millionen Euro Stiftungskapital – Kehl übertrifft diesen Wert deutlich.
Freilich, Zahlen allein erzählen nur einen Teil der Geschichte. Zweck der Stiftung ist die Förderung des Gemeinwohls in Kehl – von Jugend- und Altenhilfe über Bildung, Kunst und Kultur bis hin zu Umwelt- und Naturschutz sowie zur Völkerverständigung. Mit einer knapp sechsstelligen Fördersumme kann die Kehler Stiftung pro Jahr beispielsweise zwischen 70 bis 80 Maßnahmen unterstützen. Ausführungen dazu gibt es zu den Leuchtturmprojekten wie Kehler Tafel, Betreuung von Demenzkranken, musikalische Förderangebote für Kinder und Jugendliche. Projekte gegen häusliche Gewalt sowie zahlreiche weitere Initiativen profitierten ebenfalls von der Unterstützung.
Der Leser erfährt, dass seit 2025 sich die Gruppe „Sauberes und Buntes Kehl“ unter dem Dach der BSK für Umweltprojekte engagiert und damit ein zentrales Satzungsziel der Stiftung umsetzt. Unter dem Motto „Sport bewegt – und verbindet“ bündeln seit dem Berichtsjahr die Kehler Bürgerstiftung und Team4Winners e.V. ihre Kräfte, damit Kinder in Kehl bessere Chancen auf Bewegung und Gemeinschaft erhalten.
Die Erinnerung wachhalten – auch darum kümmert sich die Bürgerstiftung. Mit ihrem im vergangenen Jahr herausgebrachten vierten BSK Extrablatt „Auf den Spuren der Stolpersteine in Kehl – Erinnerungen an das jüdische Kehl“ von Autor Friedrich Peter ist der lokalen Gedenk- und Versöhnungsarbeit ein weiterer bedeutender Baustein hinzugefügt worden. Klassensätze des Heftes haben sechs Schulen sowie die Hochschule Kehl erhalten.
Neben der Projektarbeit organisiert die Bürgerstiftung Konzerte, Vorträge und Veranstaltungen wie die Stifterweinprobe. Zusätzlich zu den Beiträgen im Jahresbericht bietet die Website Einblicke in die Arbeit und den aktuellen Finanzbericht – transparent und offen.
„Das Jubiläumsjahr soll“, so fasst es die Vorstandsvorsitzende Barbara Tonnelier zusammen, „Dankbarkeit für das Erreichte, Freude am Miteinander und Zuversicht für die Zukunft widerspiegeln.“ Alle sind eingeladen, diesen Weg weiterhin oder neu mit der Bürgerstiftung zu gehen – „als Unterstützende, Mitgestaltende oder interessierte Begleiterinnen und Begleiter“.
Erfolg bei der WRO 2026
Am Samstag, den 09.05.2026, nahm das Team „Einsteins Engineers“ der Robotik-AG des Einstein-Gymnasiums Kehl unter der Betreuung von Frau Ögütür an der Regionalrunde der World Robot Olympiad im Gisela-Sick-Bildungshaus in Waldkirch teil. In der Kategorie „Future Engineers“ erreichte das Team einen hervorragenden dritten Platz unter insgesamt sechs teilnehmenden Mannschaften.Zum Team gehörten Sebastian Sirbu, Kiran Sözgen, Mattéo Charreyron und Max Jutzler (alle Klasse 10c). Unterstützt wurden sie in der Vorbereitungsphase von ihrem Coach Thomas Bringolf aus der J2.Die Schüler präsentierten dabei ihr selbst entwickeltes autonom fahrendes Roboterauto, an dessen Konstruktion und Programmierung sie in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet hatten. Trotz Klassenarbeiten, des schulischen Alltags und zeitweiser Raumprobleme investierten die Mitglieder der Robotik-AG viel zusätzliche Zeit und großes Engagement in die Vorbereitung auf den Wettbewerb.Neben dem Wettbewerb bot die Veranstaltung auch die Möglichkeit zum Austausch mit Schülerinnen und Schülern anderer Schulen. Dabei konnten neue Kontakte geknüpft und Erfahrungen rund um Technik und Robotik ausgetauscht werden. Starke Konkurrenz hatten die „Einsteins Engineers“ unter anderem durch ein Team von Auszubildenden der Robert Bosch GmbH.Bereits am Freitag vor dem Wettbewerb erhielt die Robotik-AG besonderen Besuch: Frau Tonnelier, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Kehl, informierte sich vor Ort über das Projekt, das von der Bürgerstiftung unterstützt wird. Im Gespräch mit den Schülern gewann sie einen Eindruck von deren Motivation, Kreativität und technischem Können. Auch Schulleiter Herr Pelzer war anwesend und zeigte großes Interesse an der Arbeit der AG.Die Robotik-AG bedankt sich herzlich bei der Bürgerstiftung Kehl (https://buergerstiftung-kehl.de/) sowie beim Förderverein des Einstein-Gymnasiums Kehl für die Unterstützung, durch die die Teilnahme an Wettbewerben und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Projekts ermöglicht werden. (Text u. Fotos D.Ögütür)
Nächste Veranstaltungen
JAPAN & ich - eine Performance mit Pop up Buch/ Ilse Teipelke
Die renommierte Künstlerin und unsere Mitstifterin Ilse Teipelke verbindet kritische Gesellschaftsbilder mit poetischen Metaphern und verschiedenen Medien. Nach einem Japan-Aufenthalt zeigt sie vor Ort gewonnenen Eindrücke auf ungewöhnliche Art.
Jubiläumsveranstaltung
Auftaktveranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum der Bürgerstiftung Kehl





