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Mit dem Bild des Chorauftritts der Söllingschule in der Seniorenresidenz Kinzigallee gewinnt die Bürgerstiftung einen Preis bei bundesweitem Wettbewerb
Von Hans-Jürgen Walter
Mädchen und Buben vereinen sich zu einem Chor, schwingen blaue Tücher und bringen so den Frühling zu den Bewohnern der Seniorenresidenz Kinzigallee in Kehl. Mit diesem Foto ist die Bürgerstiftung Kehl unter die Preisträger gekommen beim Fotowettbewerbs „Das Bürgerstiftungsfoto 2026“ der Stiftung Aktive Bürgerschaft.
Erstmalig hat die Aktive Bürgerstiftung in diesem Jahr alle 435 Bürgerstiftungen in Deutschland aufgerufen, sich mit ihren besten Fotos zu bewerben. „Der Fotowettbewerb soll sichtbar machen, was Bürgerstiftungen vor Ort bewirken, wer sich in ihnen engagiert und wie lebendig bürgerschaftliches Engagement in Deutschland ist“, sagt Bernadette Hellmann, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Aktive Bürgerschaft, Geschäftsbereich Bürgerstiftungen und Förderpartnerschaften. Gleichzeitig sollen Bürgerstiftungen dabei unterstützt werden, gutes Bildmaterial für ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit einzusetzen.
„Der Preis für unser Foto belegt einerseits, wie wichtig es ist, unsere für die Stadtgesellschaft wertvolle Arbeit in der Öffentlichkeit darzustellen“, sagt die Kehler Stiftungsvorsitzende Barbara Tonnelier. „Gleichzeitig ist es auch eine Anerkennung des Einsatzes aller in unserer Stiftung Engagierten, insbesondere für das Leuchtturmprojekt Förderung von Kindern und Jugendlichen.“
Das preisgekrönte Foto der Kehler Bürgerstiftung entstand beim Auftritt des Chors der Sölling-Schule in der Seniorenresidenz Kinzigallee im Mai des Vorjahres. Mit ihren blauen Tüchern, die sie durch die Luft flattern lassen, machen die etwa 40 Söllingschüler ihren Gesang umso lebendiger und lassen frei nach dem Gedicht des deutschen Lyrikers Eduard Mörike den Lenz herein zu den Heimbewohnern im Speisesaal, der zur Matinee mit fröhlichen Liedern zum Konzertsaal umgestaltet ist. Die Bürgerstiftung finanziert den Unterricht für den Sölling-Chor.
Ausgeschrieben war der Wettbewerb in zwei Kategorien. Die Kehler Stiftung hat mit ihrem Foto in der Gruppe „Mitgestalten – was Bürgerstiftungen bewirken“ ihren Preis gewonnen. Gesucht wurden Fotos, die zeigen, was Bürgerstiftungen in ihrem Gemeinwesen bewegen: Projekte, Initiativen, Begegnungen, konkrete Veränderungen und gesellschaftliche Wirkung. Unter dem anderen Motto „Mitmachen – wer sich in Bürgerstiftungen engagiert“ sollten Fotos die Menschen im Porträt oder in Aktion sichtbar machen, die sich in Bürgerstiftungen engagieren.
Eingereicht wurden laut Stiftung Aktive Bürgerschaft insgesamt 60 Fotos, jeweils 30 in den Kategorien „Mitmachen“ und „Mitgestalten“. Pro Kategorie wurden je ein Hauptpreis à 500 Euro sowie vier weitere Preise à 250 Euro vergeben. Insgesamt vergab die Jury 3.000 Euro an zehn Preisträger. Das Preisgeld geht an die jeweilige Bürgerstiftung für deren gemeinnützige Zwecke.
Hauptpreisträger sind die Bürgerstiftung Berlin und die Bürgerstiftung Böblingen. Weitere Preise gehen an die Bürgerstiftungen Kehl sowie Bonn, Hanstedt, Jena, Neukölln, Ostallgäu, Sindelfingen und Wiesloch. Die unabhängige Jury bestand aus Vertreterinnen und Vertretern aus Bürgerstiftungen, aus Fotografie und Kommunikation sowie der Stiftung Aktive Bürgerschaft.
„Wir waren beeindruckt, wie viele tolle und aussagekräftige Fotos eingereicht wurden und wie facettenreich die Bandbreite des Engagements der Bürgerstiftungen ist. Wir gratulieren den Gewinnern“, so Stephanie Hackelsberger, stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Aktive Bürgerschaft, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Hellweg-Region und Jurymitglied.
„Wir freuen uns, dass wir mit dem Preisgeld von 250 Euro just in unserem Jubiläumsjahr zum 20-jährigen Bestehen ein unerwartetes Geburtstagsgeschenk bekommen haben“, sagt die Kehler Vorsitzende Tonnelier. Sie kann gleichzeitig auch den neuen Termin für das Ende Juni wegen der Hitze verschobenen Bürgerfestes mitteilen. Demnach wird das letzte September-Wochenende zum Jubiläums-Wochenende der Kehler Bürgerstiftung: Am Freitag, 25. September, wird von 15 bis 21 Uhr an der Feldscheune das Bürgerfest gefeiert. Und am Sonntag, 27. September, findet ab 17 Uhr in der Marienkirche das Jubiläumskonzert mit dem Kammerensemble Kehl-Strasbourg und dem „Choeur Philharmonique de Strasbourg“ unter der Leitung von Maestro Theodor Guschlbauer statt.
Stiftung Aktive Bürgerschaft
Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist die Support-Organisation der 435 Bürgerstiftungen und 400.000 Bürgerstifterinnen und Bürgerstifter in Deutschland und unterstützt bundesweit deren ehrenamtliche Gremien bei der Gewinnung von Stiftern und Aktiven, der Gremiennachfolge, der Digitalisierung und anderen strategischen Managementaufgaben.
Die Stiftung Aktive Bürgerschaft unterstützt zudem mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial Lehrkräfte an 1280 Schulen bei der Verknüpfung von Engagement mit Unterricht. Bereits 200.000 junge Menschen waren dabei frühzeitig ehrenamtlich aktiv und haben gleichzeitig ihre Schlüsselkompetenzen gestärkt.
Die Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken.
Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de
Foto
Das preisgekröntge Foto der Kehler Bürgerstiftung: Der Chor der Söllingschule Kehl beim Auftritt im Gemeinschaftssaal der Seniorenresidenz Kinzigallee. Die Bürgerstiftung finanziert den Unterricht für den Sölling-Chor über ihr Leuchtturmprojekt „Förderung von Kindern und Jugendlichen“. Foto: Bürgerstiftung Kehl, Hans-Jürgen Walter
Bürgerstiftung will in Kehler Senioreneinrichtungen das Tanz-Café wiederbeleben / Menschen mit Demenz sollen Freude, Gemeinschaft und Momente der Erinnerung finden
von Hans-Jürgen Walter
Musik und Tanz sind für Menschen mit Demenz von unschätzbarem Wert. Deshalb ist es ein Anliegen des Demenz-Ausschusses der Kehler Bürgerstiftung, dass in den fünf Kehler Senioreneinrichtungen wieder ein Tanz-Café stattfinden kann. Das war in der jüngsten Arbeitskreis-Sitzung im Dr.-Friedrich-Geroldt-Haus ebenso Thema wie Überlegungen, wie zu Hause lebende Menschen mit Demenz in das Projekt einbezogen werden können.
Musik und Tanz sprechen emotionale und körperliche Bereiche an, die oft bis ins späte Stadium der Krankheit erhalten bleiben. Sie ermöglichen einen direkten Zugang zur Identität und schaffen wertvolle Momente der Freude, selbst wenn die verbale Kommunikation bereits stark eingeschränkt ist. Zudem verbindet tanzen den Rhythmus der Musik mit Bewegung. Es trainiert spielerisch Koordination, Gleichgewicht und Kraft, was Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag länger erhalten kann.
Gründe genug, das Tanz-Café innerhalb des Demenz-Projekts der Bürgerstiftung Kehl (BSK) wieder zu beleben, wie die Ausschussvorsitzende Monique Hezel-Reyntjens betonte. Der bisherige Tanz-Café-Musiker ist ausgefallen. Nun haben Heide Hilzinger und Suzanne Da Costa-Kunz, Mitglieder vom Demenz- und Musik-Projekt der Stiftung, für diese Aufgabe einen jungen Klavierspieler gewinnen können. Mit alten Schlagern will er die Heimbewohner nicht allein zum Tanzen bringen, sondern auch zum Mitsingen.
Auftakt soll im September im Seniorenzentrum Goldscheuer sein. Problem: Das Haus verfügt über kein Klavier. Möglicherweise, hofft der BSK-Ausschuss auf eventuelle Unterstützung aus der Leserschaft, kann jemand ein Keyboard für diesen Anlass zur Verfügung stellen.
Eine Art „Tanz-Café“ spielt auch eine Rolle im „Café Vergiss-mein-nicht“, das Anita Reuter aus Eckartsweier als DRK-Kreissozialleiterin initiiert hat. Sie ist im vergangenen Dezember für ihr jahrzehntelanges Engagement in der Sozialarbeit im Roten Kreuz mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. In den wöchentlichen Treffen der DRK-Ortsgruppen Eckartsweier, Auenheim und Goldscheuer wird gesungen, getanzt oder gebastelt – und am Ende gibt’s ein gemeinsames Abendessen. „Das ist wie in einer Familie“, sagt Anita Reuter.
Für einen Nachmittag in der Woche können pflegende Angehörige beim „Café Vergiss-mein-nicht“ ihren Pflegling in die Obhut von Betreuern des Roten Kreuzes geben. In der Zwischenzeit haben die Angehörigen Gelegenheit, einmal etwas ganz für sich selbst zu tun, einfach mal auszuspannen.
Wie Jannate Hammerstein, Leiterin Sozialwesen und Integration bei der Stadt Kehl, für den Pflegestützpunkt (PSP) berichtete, sei angedacht, eine Art „Café Vergiss-mein-nicht“ für die Kehler Kernstadt aufzubauen. Die PSP-Mitarbeiterinnen hätten einen stabilen Kreis an Angehörigen von demenzkranken Menschen aufgebaut. Wunsch sei es, daraus einen „Stammtisch“ (fester Treff) zu entwickeln. Die Zusammenarbeit mit dem DRK werde angestrebt.
Auch weil der BSK-Demenzausschuss gerne mehr für von Demenz betroffene Menschen tun möchte, die noch zu Hause leben, sieht die AK-Vorsitzende Hezel-Reyntjens hier einen Ansatz in der Zusammenarbeit DRK, Pflegestützpunkt und Demenzarbeitskreis. „Bestehende Strukturen sollte man nutzen statt das Rad neu zu erfinden“, sagte sie. Einige Angebote gäbe es auch von der Diakonie Sozialstation in Kork.
Musikalische Impulse gehören unterdessen zum Alltag in den fünf Kehler Seniorenhäusern. In allen Einrichtungen gibt es regelmäßig Angebote wie Volksliedersingen, Singkreise, Rhythmusübungen und Klassiktermine. In der „Kinzigallee“ gibt es im Demenzbereich Auftritte von einem Klavierspieler. Im Seniorenzentrum in Goldscheuer wird derzeit unter Anleitung von Bernd König am Projekt „König der Löwen“ gearbeitet. Geprobt wird für ein Video, das für den Ehrenpreis der Evangelischen Heimstiftung eingereicht werden soll. „Es ist unglaublich“, berichtete Hausdirektorin Maria Armbruster-König, „wie viele Stunden Heimbewohner und Mitarbeitende investieren bis hin zum Selbstherstellen der Masken.“
Ein wertvolles Angebot in den Senioreneinrichtungen ist des Weiteren Malen mit Menschen mit und ohne Demenz. Gerade für Menschen mit Demenz ist es oft schwierig, sich über Sprache mitzuteilen. Die Kunst bietet hier eine wertvolle Brücke.
Für den Herbst organisiert der BSK-Demenzausschuss Aufführungen der Theaterwelt Goldscheuer in den fünf Senioreneinrichtungen. Die sympathische Künstlergruppe um Horst Kiss wird ihre Zuschauer mit einem Stück, das Lebenslust vermittelt, gewiss bestens unterhalten.
Die Kehler Bürgerstiftung fördert die Demenz-Betreuung als eines ihrer fünf Leuchtturmprojekte. Die Betreuung demenzkranker Bewohner ist 2013 am Dr.-Friedrich-Geroldt-Haus gestartet worden. Inzwischen ist es in allen fünf Kehler Einrichtungen etabliert.
Aktuell engagieren sich 17 Schülerinnen und Schüler sowie zehn Erwachsene, darunter eine Studentin der Hochschule Heilbronn, die in Kehl wohnt und in den Semesterferien diesen ehrenamtlichen Dienst übernimmt. Es gibt drei Anfragen. Die Schüler kommen zurzeit vom Einstein-Gymnasium, von der Tulla-Realschule und dem Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasium (SGGS) an den Beruflichen Schulen in Kehl, von der Moscherosch-Schule Willstätt sowie von der Theodor-Heuss-Realschule und von der Klosterschule Unserer Lieben Frau in Offenburg.
Die Finanzierung erfolgt aus dem Fördertopf der Stiftung sowie aus dem Heide-Hilzinger-Stiftungsfonds und über zweckgebundene Spenden.
Wer das Projekt unterstützen möchte, kann das über eine zweckgebundene Spende auf eines der Konten der Bürgerstiftung Kehl tun: DE75 6645 1862 0000 1046 04 bei der Sparkasse Kehl oder DE38 6629 1400 0005 1067 96 bei der Volksbank Bühl, Stichwort „Demenz-Projekt“.
Fotos
Masken_Irene Wisser+Gertrud Schütterle_©SenZen GoIm Seniorenzentrum in Goldscheuer wird derzeit am Musical „König der Löwen“ gearbeitet. So weit es geht, machen die Heimbewohner alles selber, von den Kulissen über die Musik bis zu den Masken, wie mit Irene Wisser und Gertrud Schütterle. Foto: Seniorenzentrum Goldscheuer
Malen_Bewohner Seniorenzentrum Go_©SenZen GoBewohner im Seniorenzentrum Goldscheuer beim Malen. Solche Projekte fördern nicht nur die Kreativität, sondern stärken auch das Selbstwertgefühl und die sozialen Beziehungen. Foto: Seniorenzentrum Goldscheuer
Aufgrund der vorhergesagten extrem hohen Temperaturen für den 27. Juni sehen wir uns mit großem Bedauern gezwungen, unsere Veranstaltung abzusagen und auf den Herbst zu verschieben.
Wir sind der Meinung, dass eine Durchführung der Veranstaltung bei dieser Hitze unzumutbar für alle Teilnehmenden ist und auch mögliche gesundheitliche Risiken birgt. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis!
Wir werden die Veranstaltung auf jeden Fall im Herbst durchführen und hoffen, dass bei dann verträglicheren Temperaturen auch mit einer größeren Anzahl von Besucherinnen und Besuchern gerechnet werden kann!
Für die Bürgerstiftung Kehl
Barbara Tonnelier
Aus einer Idee wurde eine Bewegung: Bürgerstiftung feiert am 27. Juni 20-Jähriges / Barbara Tonnelier und Karl Haase blicken zurück und werben für Mitmachen, Miteinander und Zusammenhalt
von Hans-Jürgen Walter
Mit einem Bürgerfest am Wochenende feiert die Bürgerstiftung Kehl (BSK) ihren 20. Geburtstag. In unserem Interview geben die Vorstandsvorsitzende Barbara Tonnelier und der Stiftungsratsvorsitzende Karl Haase einen Rückblick, beziehen Stellung zur Gegenwart und Zukunft. Sie wollen aufrufen zum Mitmachen – als Zustifter, Spender, Zeitstifter oder Ideengeber. Dazu soll auch das Jubiläumsfest am 27. Juni von 15 bis 21 Uhr an der Feldscheune beitragen, zu dem die beiden Vorsitzenden herzlich einladen.
KARL HAASE: Der wohl größte Wunsch der Gründerinnen und Gründer dürfte gewesen sein, mit der Bürgerstiftung eine nachhaltige Institution des Gemeinsinns von Bürgern für Bürger zu schaffen, die „Hilfe zur Selbsthilfe“ leistet und Projekte ermöglicht, die über die staatlichen Pflichtaufgaben hinausgehen. Die Bürgerstiftung soll den Zusammenhalt in der Bürgerschaft fördern und eine unabhängige Mitgestaltung der Stadt ermöglichen.
HAASE: Wir haben aktuell 267 Stifterinnen und Stifter in unserer Stifterfamilie. Diese Entwicklung hat mich nicht überrascht, sondern zeigt mir, dass viele Menschen die erfolgreiche Arbeit der Bürgerstiftung gut finden und ihrerseits dazu beitragen wollen, die vielen laufenden Projekte weiterzuführen. Es ist auch ein Beweis dafür, dass das, was wir tun, in unserer Gesellschaft gebraucht wird.
BARBARA TONNELIER: Als herausragendes Beispiel steht das Demenzprojekt, gefolgt von der bundesweit anerkannten Qualifizierungsinitiative für junge Geflüchtete. Die dauerhafte Unterstützung der Kehler Tafel hilft, das soziale Netz der Stadt zu sichern. Das Labyrinth als Geschenk an die Bevölkerung bereichert das Rheinvorland. Der Aktionsmonat gegen Gewalt an Frauen und Mädchen sensibilisiert für das Thema.
TONNELIER: Das von Hans Nußbaum geprägte Motto „Miteinander – Füreinander“ zeigt sich besonders in der Verzahnung von Zivilgesellschaft, sozialen Institutionen und Stadtverwaltung, die im Alltag konkrete und unbürokratische Hilfe ermöglicht. Auch kulturelle Angebote, Exkursionen, Unternehmungen für die Stifterfamilie und für die Bevölkerung stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl.
HAASE: Unsere Gesellschaft ist durch den Einfluss der sozialen Medien, in denen leider viele Falschmeldungen verbreitet werden, stark gespalten. Das bietet den perfekten Nährboden für populistische Propaganda, die für vereinfachte Lösungen der vermeintlichen Probleme wirbt. Dieser Entwicklung wollen wir durch wahrheitsgemäße Information und Projekte zur Integration verschiedener Gruppen unserer Gesellschaft entgegentreten.
TONNELIER: Unsere Leuchtturmprojekte und die Projekte der geförderten Organisationen.- Sich mit den Aktiven der BSK austauschen. - Sich informieren, wie man sich selbst einbringen kann. - Geselligkeit und Genuss erleben: bei Essen, Trinken (Stifterwein!) und Musik ungezwungen mit den Menschen der Stadtgemeinschaft ins Gespräch kommen.
HAASE: Auf die Präsentationen der von uns geförderten Vereine, Schulen, etc. Sie können den Bürgern zeigen, was sie mit unserer Unterstützung geschaffen haben.
HAASE: Das Gespräch mit den Repräsentanten dieser Organisationen und Institutionen wird hoffentlich dazu führen, dass noch mehr Menschen unsere Arbeit unterstützen.
TONNELIER: Wir möchten gezielt Mitbürgerinnen und Mitbürger ansprechen, die ihre persönlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen aktiv in die Gemeinschaft einbringen möchten, anstatt nur Geld zu spenden. Wir suchen Menschen mit Organisationstalent, kreative Köpfe und Ideengeber, praktische Helfer für Events und empathische Begleiter. Das Fest bietet die ideale Gelegenheit, in die Arbeitsbereiche hineinzuschnuppern und im direkten Gespräch herauszufinden, welches Ehrenamt zu den eigenen Neigungen passt.
TONNELIER: Es wäre der schönste Erfolg, wenn die Kehlerinnen und Kehler voller Überzeugung sagen können: „Die Bürgerstiftung ist aus unserer Mitte nicht mehr wegzudenken – sie hat Kehl spürbar wärmer, bunter und lebenswerter gemacht.“
„Hier kann jeder mitgestalten“: dass die Hemmschwelle komplett verschwunden ist und jeder Bürger, jede Bürgerin weiß, wie leicht man sich mit seinen eigenen Talenten einbringen kann.
Beim Bürgerfest an diesem Samstag, 27. Juni, feiert die Kehler Bürgerstiftung ihr 20-jähriges Bestehen. Die Bevölkerung ist eingeladen, zwischen 15 bis 21 Uhr in der und rund um die Feldscheune die Stiftung kennenzulernen. Geförderte Gruppen und Vereine stellen sich vor, ebenso werden Leuchtturmprojekte der Stiftung präsentiert. Es gibt Auftritte (z.B. Theater der 2 Ufer und die Theaterwelt), Filmbeiträge (Zweierpasch), Darbietungen von Schulen, Spielangebote für Kinder, eine Tombola und Bewirtung.
Fotos
04_BSK_Selbstverpflichtung_Haase_Tonnelier_02_20240123Dem Protest gegen Rechtsextremismus hat sich die Kehler Bürgerstiftung angeschlossen. Deshalb haben die Vorstandsvorsitzende Barbara Tonnelier und der Stiftungsratsvorsitzende Karl Haase die Selbstverpflichtung „Für Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt“ der Bürgerstiftungen in Deutschland unterzeichnet. Foto: Bürgerstiftung Kehl
04_BSK_Drum Circle_115_jwt und BSK_Drum Circle_119 und BSK_Drum Circle_120Ausschnitte aus dem Drum-Circle-Unterricht an der Guggenmos-Schule zeigt beim Bürgerfest in der Feldscheune Dietmar Göppert mit einer Gruppe. Die „Generalprobe“ am Donnerstag vor einer Woche (unser Bild) hat sehr gut geklappt! Foto: Hans-Jürgen Walter
04_BSK_Drum Circle_118_Da Costa-Kunz_jwtAusschnitte aus dem Drum-Circle-Unterricht an der Guggenmos-Schule zeigt beim Bürgerfest in der Feldscheune Dietmar Göppert (rechts) mit einer Gruppe. Bei der „Generalprobe“ am Donnerstag war auch Suzanne Da Costa-Kunz (Fensterreihe hinten, 2. v. re.), Leiterin des Musik-Projekts der Bürgerstiftung dabei. Foto: Hans-Jürgen Walter
04_Einstein Engineers_World Robot Olympiad_3. Platz_KeZ_02 Ihr autonom fahrendes Roboterauto stellen die „Einstein Engineers“ vom Einstein-Gymnasium beim Bürgerfest vor. Sie hatten einen Hindernisparcours zu bewältigen und landeten bei der Roboter-Olympiade auf dem Treppchen. Foto: Einstein-Gymnasium
04_Zweierpasch Tram D (┬® Antonin Utz) Gezeigt wird am Samstag in der Feldscheune der in der Tram gedrehte Film über „Zweierpasch“, der deutsch-französischen Hip-Hop-Band mit den Zwillingen Till und Felix Neumann. Foto: Antonin Utz
Jubiläumskonzert unter der Leitung von Theodor Guschlbauer
Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere Arbeit interessieren! Auf dieser Seite erhalten Sie umfassende Informationen über unser gesellschaftliches Engagement, unsere vielfältigen Projekte und Aktivitäten, die wir gemeinsam mit der Kehler Gemeinschaft umsetzen. Als Bürgerstiftung setzen wir uns für die nachhaltige Entwicklung und das Wohl unserer Stadt ein – sei es durch die Förderung von Bildung, sozialen Initiativen oder kulturellen Angeboten.
Ob Sie uns mit Ihrer Zeit, durch Spenden oder kreative Ideen unterstützen möchten – jede Form der Mitwirkung ist wertvoll. Wir glauben daran, dass jeder Beitrag zählt und zusammen können wir viel erreichen. Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten, wie auch Sie sich für die Bürgerstiftung engagieren können.
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