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Von Simona Ciubotaru Kehl. 29.09.2026
Zum neunten Mal dirigierte Theodor Guschlbauer das Kammerensemble Kehl-Strasbourg (Konzertmeisterin Suzanne Da Costa-Kunz) im Rahmen der Konzertreihe für die Bürgerstiftung. Der von Catherine Bolzinger geleitete Chœur Philharmonique de Strasbourg war erneut mit von der Partie. Das Repertoire zeichnete sich durch starke Kontraste aus und spannte einen epochenübergreifenden Bogen zwischen christlicher Pietät und von der Leichtigkeit des Daseins und Weltzugewandtheit durchdrungenen Harmonien. Die Musik wirkte wie ein ätherisches Uhrwerk: Die Klänge rotieren umeinander, bis sie wie Zahnrädchen ineinandergreifen und so zu einer perfekten Harmonie finden. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Ensembles, Solisten und Dirigent nur drei Proben zusammen hatten. Somit war die Aufführung ein erstaunlicher Kraftakt, der vom Auditorium am Ende mit minutenlangen Standing Ovations gewürdigt wurde.
Francis Poulencs A-cappella-Werk „Salve Regina“ eröffnete den Abend. Der Chor platzierte sich dafür hinter und seitlich des Publikums und erzeugte somit einen raumgreifenden Stereo-Effekt, bei dem der Bass horizontal, tragend wie bei mantrischen Gesängen, vibrierte. Der Zuhörer wurde dabei in eine Galaxie der mystischen Klänge hinausgeschleudert – die Schönheit des Gesangs ließ den Atem stocken.
Dasselbe geschah beim Psalm 43 „Richte mich, Gott“ von Felix Mendelssohn Bartholdy – wobei die Sänger kompakt an ihrem Platz hinter dem Orchester blieben.
In Georg Friedrich Händels „Zadok the Priest“ vereinten sich dann klanglich Chor und Orchester in einem feierlichen Akt voller Glanz. Komponiert im Jahr 1727 für die Salbung von König Georg II., wird das Werk seither traditionell bei jeder britischen Königskrönung gespielt.
Mit Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonie in D-Dur, KV 181, erklang dann ein beschwingtes Werk, 1773 komponiert – er war damals nur 17 Jahre alt. Schnelle Tempi, rutschige Übergänge, Präzision – kein Problem für das Kammer- ensemble, das übrigens zum Teil aus Laien besteht.
Mit der Arie des Grafen aus „Figaros Hochzeit“ wurde es dann ganz irdisch. Die Interpretation des jungen Baritons Damien Gastl war ein Ohrenschmaus und wurde dementsprechend mit stürmischem Applaus belohnt.
Die Concertante für zwei Fagotte und Orchester von Johann Evangelist Brandl (1760–1837) gilt als eine sehr seltene Komposition, die aus dem generell begleitenden Instrument einen „Star“ macht. Die Fagottisten Jean-Christophe Dassonville und Robin Aubertin beglückten dabei mit ihrer ungemeinen Virtuosität und ausgereiften Spieltechnik.
In Gabriel Faurés introvertiertem Stück „Cantique de Jean Racine“ verwoben sich die Stimmen des Chors und Orchesters mit einer zarten Harfe – einmalige Instrumentierung, die Vorführung betörend. In Pablo de Sarasates „Zigeunerweisen“, Op. 20 – einem viersätzigen Werk im Stil ungarischer Csárdás-Kapellen – wurde dann der noch junge argentinische Violinist Leonardo Toro zur Offenbarung des Abends. Er spielte die technisch extrem schwierigen und fordernden Soli mit einer Brillanz, zugleich lyrischen Tiefe und luziden Intensität, welche nur rar in der Musiklandschaft gesät sind.
Das Konzert beschloss eines der berühmtesten und wirkungsvollsten Stücke der klassischen Musikgeschichte: Georg Friedrich Händels „Halleluja“ (aus dem Oratorium „Der Messias“)
Von Simona Ciubotaru Kehl. 28.09.2026
Das Jubiläumsfest zum 20-jährigen Bestehen der Bürgerstiftung Kehl brachte zahlreiche Mitglieder und Förderer, Vertreter der Stadt Kehl, Vereine, Künstler und Interessierte in und um die urige Feldscheune zusammen. Es wurde dabei viel gewürdigt, gedankt und ausgelassen gefeiert. Dabei sah man förmlich die Vertrautheit zwischen den Leuten – als sei die Stiftung eine große Familie. Vorsitzende Barbara Tonnelier eröffnete offiziell die Feier. In ihrer Rede würdigte sie die Gründer und alle Mitstifter und bedankte sich für das konstante zivile Engagement. Für die Zukunft kündigte Tonnelier weitere Schwerpunkte in der Kinder- und Jugendförderung an. Etliche musikalische Angebote und Präventionsprojekte sollen hinzukommen. „Wir haben sehr viele Ideen, und die Bürgerstiftung ist offen für alle, die Projekte anregen und mitgestalten wollen.“ Besonders wichtig bleibe dabei das ehrenamtliche Engagement: „Man muss nicht unbedingt Geld spenden“, betonte sie. „Wir freuen uns über jeden Zeitstifter.“
OB Wolfram Britz stellte seine Rede unter einen Satz von Erich Jais: „Die Stiftungen verwandeln Geld in Humankapital.“ Für Britz beschreibt dieser Satz treffend, was auch die Bürgerstiftung leistet. Gerade angesichts knapper öffentlicher Kassen komme Stiftungen eine besondere Bedeutung zu. Die Bürgerstiftung springe häufig dort ein, wo Menschen durch die Maschen des Sozialstaates zu fallen drohten. „Die Kehler verfügen über eine ausgeprägte Spenden- und Solidargemeinschaft. Das Geld ist das eine – damit dieses aber zum Humankapital werden kann, braucht es Menschen“, lobte er.
Sowohl die Präsenz verschiedener Vereine im Eingangsbereich als auch das bunte Programm auf der Bühne veranschaulichten ein Stück weit die breite Arbeitspalette der Bürgerstiftung und die Vielseitigkeit der Kulturförderung. Selbstverständlich gab es auch so einiges für den Gaumengenuss, selbst eine Jubiläumstorte fehlte nicht – angeschnitten vom zweiten Vorstand Rolf Hauer und dem Ex-Vorsitzenden Jörg Armbruster.
Den Auftakt auf der Bühne machte der Kinderchor der Albert-Schweitzer-Schule unter der Leitung der Musikschullehrerin Martina Oertel. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen gehört zu den wichtigsten Schwerpunkten der Bürgerstiftung – seit 2024 wurde die musikalische Förderung auf eine noch breitere Basis gestellt.
Anschließend präsentierte Vincent Bilger, Leiter des binationalen Sommercamps Artefactory, das deutsch-französische Generationentheater Transc3nd und zeigte auch ein Video darüber – Artefactory ist das Hauptprojekt von Transc3nd. Von Manon Bilger geführt, bringt der Verein Kinder, Jugendliche und Senioren aus Kehl und Straßburg zusammen – wobei die Projekte mit Theater, Musik und Tanz „die Grenzen im Kopf abbauen und europäische Nachbarschaft erlebbar machen wollen“. Sieben Kinder nahmen daraufhin bei seinem Mini-Workshop auf der Wiese vor der Feldscheune spontan teil.
Ein Höhepunkt war auch die Theaterwelt Goldscheuer: Das Duo Horst Kiss und Wolfgang Weber spielte einen humorvollen Ausschnitt aus dem Programm für Senioren „Lebenslust“ und animierten mit alten Schlagern das Publikum zum Mitsingen.
Suzanne DaCosta-Kunz, Leiterin des Ausschusses für Kinder- und Jugendarbeit, stellte das Projekt Drum-Circle vor, das an der Guggenmos-Schule läuft – der Profi-Drummer Dietmar Göppert „trommelte“ zuvor die Gäste zu einem verbindenden musikalischen Erlebnis in der Feldscheune zusammen. Der geborene Animateur bringe in der Schule Kinder, Eltern und Lehrkräfte dazu, durch Rhythmus zum Miteinander zu finden – bis ein Flow und ein spürbares Wir Gefühl entstehe, lobte DaCosta-Kunz.
Mit dem Video „Zweierpasch in der Tram“ wurde die Atmosphäre jugendlich tänzerisch: Die international bekannten Zwillinge Till und Felix Neumann verbinden Rap mit Weltmusik, Reggae und Funk und stehen für deutsch französische Verständigung, Toleranz und offene Grenzen.
Zum Abschluss begeisterten mit einem erfrischenden Mix die Bands der Musikschule, Jazzladies & Gentlemen und Live on Stage.
Gut beim Publikum kam auch die Tombola an, die schöne Preise bereit hielt
Theodor Guschlbauer dirigiert am Sonntag das Jubiläumskonzert der Bürgerstiftung Kehl. Mit dabei sind das Kammerensemble Kehl-Strasbourg, der Choeur Philharmonique de Strasbourg und vier Solisten.
von Hans-Jürgen Walter
„Es macht mir große Freude, mit dem Kammerensemble Kehl-Strasbourg zu arbeiten.“ Theodor Guschlbauer sagt das mit sichtlicher Vorfreude. Am Sonntag, 27. September, steht der 87-jährige Maestro wieder am Pult – ab 17 Uhr in St. Maria in Kehl beim Jubiläumskonzert anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Bürgerstiftung Kehl (BSK).
Es ist bereits das neunte Konzert, das Guschlbauer zugunsten der Bürgerstiftung dirigiert: fünfmal in der „Strumbel-Kirche“ in Goldscheuer, nun zum vierten Mal in der Marienkirche. Meist dabei, wie dieses Mal wieder, ist der von Catherine Bolzinger geleitete Choeur Philharmonique de Strasbourg, dessen Präsident Guschlbauer ist.
Der Stardirigent gehört selbst zur Kehler Stifterfamilie. Mit einem Konzert am 10. Dezember 2016 in Goldscheuer eröffnete er damals das Festjahr zum zehnjährigen Bestehen der BSK – und damit diese von Heino Bullwinkel initiierte Konzertreihe, die nur durch die Corona-Pandemie unterbrochen wurde.
Guschlbauer ist in Straßburg längst eine musikalische Institution. Von 1983 bis 1997 leitete er die Straßburger Philharmoniker und war Musikdirektor der Opéra du Rhin. An diesem herrlichen Spätsommertag sitzt er in seiner ehrwürdigen Altbauwohnung mit Suzanne Da Costa-Kunz, Konzertmeisterin des Kammerensembles, über den Noten für Sonntag. Neun Werke, die richtige Reihenfolge, die Übergänge – alles wird bedacht. Und plötzlich singt der Maestro eine Melodie vor: „laaa, la la la laalaa“. Er summt, erklärt, probiert. So nimmt die Musik bereits vor der ersten Probe Gestalt an.
Das Programm verspricht Kontraste. Ihren gemeinsamen Auftakt gestalten Orchester und Chor mit Pauken und Trompeten: „Zadok the Priest“ von Georg Friedrich Händel (1685–1759), komponiert 1727 für die Salbung von König Georg II., das seither bei jeder britischen Königskrönung gespielt wird – zuletzt im Mai 2023 bei König Charles III. Zuvor allerdings beginnt die Veranstaltung nicht alltäglich: die Zuhörer dürfen gespannt sein!
Der Chor stellt sich mit zwei A-cappella-Werken vor: Poulencs „Salve Regina“ und Mendelssohns „Richte mich, Gott“ aus Psalm 43. Es folgen Mozarts Sinfonie in D-Dur, KV 181, ein helles Orchesterwerk von 1773, komponiert, als Mozart gerade 17 war, und Faurés inniger „Cantique de Jean Racine“, entstanden 1863/64, als der Komponist erst 19 Jahre alt war.
Dann eine echte Rarität: Johann Evangelist Brandls Concertante für zwei Fagotte und Orchester mit Jean-Christophe Dassonville und Robert Aubertin. „Fagott-Konzerte an sich sind schon eine Rarität“, sagt Guschlbauer. „Das Concertante von Brandl aber ist eine absolute Seltenheit, ein richtig schönes Stück und aus der Region.“ Brandl wirkte ab 1806 bis zu seinem Tod in Karlsruhe. „Es ist wichtig, dass wir die Region nicht vergessen“, betont Guschlbauer. Der gebürtige Wiener fügt hinzu: „Es ist wichtig, dass wir uns um Musik kümmern, um die sich sonst kein Hund kümmert.“
Danach wird es theatralisch und feurig: Damien Gastl singt als Bariton Rezitativ und Arie des Grafen aus Mozarts „Figaros Hochzeit“. Der Graf ist wütend und eifersüchtig, fürchtet er doch, von seinem Diener Figaro überlistet zu werden. Leonardo Toro wiederum lässt in Sarasates „Zigeunerweisen“, Op. 20, die Saiten glühen. Das viersätzige Werk nach dem Stil ungarischer Csárdás-Kapellen verlangt dem Geiger mit seinen leidenschaftlichen Melodien und extremen Schwierigkeiten alles ab.
Der Feinschliff erfolgt in den Gesamtproben an den drei Tagen vor dem Konzert. Anstrengend für einen 87-Jährigen? Guschlbauer winkt ab: „Das sind keine Strapazen für mich.“ Und fügt hinzu: „Es ist eine Freude für mich – das sind nicht nur alles gute Leute, sondern mittlerweile alles gute Freunde!“ Das sagt der Mann, der nach seinem Diplom 1959 unter anderem bei Herbert von Karajan weiterstudierte und die großen Bühnen der Welt kennt.
Zum Finale schließlich Händels „Halleluja“ aus dem „Messias“ – eines der bekanntesten und wirkungsvollsten Stücke der klassischen Musik. Einer berühmten Anekdote zufolge erhob sich der britische König Georg II. bei der Londoner Premiere spontan aus Respekt.
Der Eintritt zum Jubiläumskonzert am Sonntag, 27. September, um 17 Uhr in St. Maria ist frei. Spenden sind willkommen. Sie unterstützen eines der Leuchtturmprojekte der Bürgerstiftung: die Förderung von Kindern und Jugendlichen.
Außer dem Jubiläumskonzert am Sonntag, den 27.09., 17 Uhr , in St. Maria findet anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Bürgerstiftung Kehl am Freitag, 25. September, von 15 bis 21 Uhr an und in der Feldscheune ein Bürgerfest statt.
Am Montag, 28.September, 19 Uhr, folgt eine weitere Veranstaltung aus der Reihe „Faszination Wasser“ mit dem Thema „Probleme der kleinen Wasserkraft“ in der Aula der Hochschule Kehl.
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Welche der neun Nummern soll auf welche folgen? Warum passt nach diesem Werk gerade jenes? An einem herrlichen Spätsommertag sitzen Suzanne Da Costa-Kunz, Konzertmeisterin des Kammerensembles, und Maestro Theodor Guschlbauer in dessen ehrwürdigen Altbauwohnung und besprechen miteinander das Programm für das Jubiläumskonzert. Foto: Hans-Jürgen Walter
Musik, Theater, Mitmachaktionen, Begegnungen und große Tombola: Beim Bürgerfest am 25. September zeigt die Bürgerstiftung, was in 20 Jahren „Miteinander – Füreinander“ gewachsen ist.
von Hans-Jürgen Walter
Was haben Schülerchor, Drum Circle, deutsch-französische Hip-Hop-Band und ein Fahrrad im Wert von 500 Euro gemeinsam? Sie alle gehören zum 20. Geburtstag der Bürgerstiftung Kehl. Und sie alle sind beim großen Bürgerfest dabei, das am Freitag, 25. September, von 15 bis 21 Uhr in der Feldscheune über die Bühne geht.
Nachdem das ursprünglich für Juni geplante Fest ausfallen musste, wird nun umso ausgiebiger nachgefeiert. Dabei geht es der Bürgerstiftung weniger darum, sich selbst zum Geburtstag hochleben zu lassen. Vielmehr sollen diejenigen im Mittelpunkt stehen, die von ihrer Arbeit profitieren: Schulen, Vereine, Initiativen und Organisationen, die mit Unterstützung der Stiftung Ideen verwirklichen und Projekte auf den Weg bringen konnten.
Musikalisch beginnt der Nachmittag mit den Kindern der musikalischen Früherziehung an der Albert-Schweitzer-Schule. Der Schülerchor der Söllingschule lässt anschließend erahnen, weshalb die junge Sängerschar bei ihren Auftritten in Kehler Seniorenheimen schon viele Menschen berührt haben. Beim „Drum Circle“ mit Dietmar Göppert bleibt dann niemand lange Zuschauer: Gemeinsam wird getrommelt, ausprobiert und Energie freigesetzt.
Auch über Grenzen hinweg wird musiziert und gearbeitet. Das Projekt „Transc3nd“ gibt Einblicke in die grenzüberschreitende Jugendarbeit. Die Besucher erleben eine Präsentation des Stücks „Maskara-de“ und können bei einem Workshop selbst aktiv werden. Nach der Pause gehört die Bühne mit „Live on Stage“ wieder jungen Talenten der Musikschule Offenburg. Zuvor sind die Zwillinge Till und Felix Neumann alias „Zweierpasch“ in einem in der Tram gedrehten Film zu sehen. Horst Kiss und Wolfgang Weber von der Theaterwelt steuern eine Ode an das Leben, die Liebe und das Lachen bei. Den Schlusspunkt setzt das Theater der 2 Ufer mit „Drei Szenen einer Ehe“ und Musikbegleitung.
Zwischendurch ist reichlich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. An den Info-Ständen zeigen zahlreiche geförderte Einrichtungen, was aus Unterstützung und Engagement entstehen kann. Vertreten sind unter anderem die Flüchtlingshilfe, die Kreative Nähstube, das Diakonische Werk, die Pflasterstube, Musica Sacra, Mentor Lesehilfe, die Kehler Tafel, Team4Winners, die HSG Hanauerland, die Grundschule Sundheim, die Kehler Turnerschaft, das Sozialkaufhaus Stoffwechsel und der Heimatverein Goldscheuer.
„Unsere Leuchtturmprojekte können wie die Projekte der geförderten Organisationen bei unserem Bürgerfest entdeckt werden“, sagt Vorstandsvorsitzende Barbara Tonnelier. Noch wichtiger sei aber der persönliche Austausch: Wer sich für die Arbeit der Stiftung interessiert, Fragen hat oder vielleicht selbst etwas bewegen möchte, soll beim Fest unkompliziert mit den Aktiven ins Gespräch kommen können. „Das Gespräch führt womöglich dazu, dass noch mehr Menschen unsere Arbeit unterstützen“, hofft Stiftungsrats-Vorsitzender Karl Haase.
Für die passende Geburtstagsstimmung ist gesorgt. Das Spielmobil der Stadt ist vor Ort, die Pfadfinder der Freien evangelischen Gemeinde machen Popcorn, das Feldscheunen-Team um Regina Stein und die Ehrenamtlichen des Turnvereins Auenheim kümmern sich um Essen und Getränke. Dazu können die verschiedenen „Stifter-Weine“ probiert werden.
Und natürlich darf bei einem Geburtstag die Tombola nicht fehlen. Dank großzügiger Spender gibt es attraktive Preise zu gewinnen – darunter ein Fahrrad und eine Gitarre im Wert von jeweils 500 Euro sowie einen Gutschein für eine Goldmünze im Wert von 400 Euro. Die Lose kosten fünf Euro.
Gegründet wurde die Bürgerstiftung Kehl am 29. September 2006 unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“. Sie unterstützt Vorhaben, die dem Gemeinwohl und den Menschen in Kehl zugutekommen, aber nicht zu den öffentlich-rechtlichen Aufgaben der Kommune gehören. 20 Jahre später lässt sich beim Bürgerfest ganz unmittelbar erleben, was daraus gewachsen ist: eine bunte Mischung aus Engagement, Kreativität, Hilfsbereitschaft und Begegnung.
Und damit ist der Geburtstag noch nicht vorbei. Am Sonntag, 27. September, folgt ab 17 Uhr in St. Maria das Jubiläumskonzert mit dem Kammerensemble Kehl-Strasbourg, dem Choeur Philharmonique Strasbourg und jungen Solisten unter Leitung von Theodor Guschlbauer. Am Montag, 28. September, geht es ab 19 Uhr in der Hochschule Kehl bei „Faszination Wasser“ um die „Probleme der kleinen Wasserkraft“.
Drei Tage Jubiläum also – und eine ganze Menge gute Gründe, gemeinsam zu feiern.
In ihrem Jubiläumsjahr hat sich die Bürgerstiftung Kehl (BSK) zum Ziel gesetzt, Kehler Kinder aktiv dabei zu unterstützen, schwimmen zu lernen. Eine Umfrage der Stiftung an den Kehler Grundschulen habt ergeben, dass sehr viele Kinder selbst in der 4. Grundschulklasse nicht schwimmen können. Deshalb möchte die BSK die „Wundine on Wheels“, ein Schwimm-Mobil, nach Kehl zu holen, in dem Kurse für Kinder zwischen 4 und 8 Jahren angeboten werden. Die Stadt Kehl hat sich bereit erklärt, das Projekt gemeinsam mit der Stiftung durchzuführen. Die Bürgerstiftung Kehl wird das Projekt in Gänze finanzieren.
Wer dieses Jubiläumsprojekt der Bürgerstiftung mit einer Spende unterstützen möchte kann das mit einer Überweisung auf ein Konto der Stiftung tun: Sparkasse Hanauerland, IBAN DE75 6645 1862 0000 1046 04, oder Volksbank Bühl, IBAN: DE38 6629 1400 0005 1067 96
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21_BSK-Tombola_Bürgerfest_759_jwt Bei der Tombola gibt es mehrere Hauptpreise, Preise und Trostpreise zu gewinnen. Lose gibt es zu 5 Euro. Gewinnen kann man beispielsweise diverse Gutscheine oder Stifterwein. Foto: Hans-Jürgen Walter
21_Göppert_BSK_Drum Circle_119_jwt Wie bei seinen Kursen an der Guggenmos-Schule, soll beim „Drum Circle“ mit Dietmar Göppert beim Bürgerfest niemand lange Zuschauer bleiben: Gemeinsam wird getrommelt, ausprobiert und Energie freigesetzt. Foto: Hans-Jürgen Walter
„Was ich anhatte …“ ist eine Wanderausstellung, die Erfahrungen von Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, durch ihre Kleidung, die sie während einer solchen Tat trugen, öffentlich macht. Im Vordergrund steht das Erzählen diverser Geschichten erlebter sexualisierter Gewalt. Mehr Informationen dazu unter: https://www.wasichanhatte.de/
Ausstellung im Rahmen des Aktionsmonats gegen Gewalt.
Vernissage am 09.10.2026, 10 Uhr in der Friedenskirche
Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere Arbeit interessieren! Auf dieser Seite erhalten Sie umfassende Informationen über unser gesellschaftliches Engagement, unsere vielfältigen Projekte und Aktivitäten, die wir gemeinsam mit der Kehler Gemeinschaft umsetzen. Als Bürgerstiftung setzen wir uns für die nachhaltige Entwicklung und das Wohl unserer Stadt ein – sei es durch die Förderung von Bildung, sozialen Initiativen oder kulturellen Angeboten.
Ob Sie uns mit Ihrer Zeit, durch Spenden oder kreative Ideen unterstützen möchten – jede Form der Mitwirkung ist wertvoll. Wir glauben daran, dass jeder Beitrag zählt und zusammen können wir viel erreichen. Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten, wie auch Sie sich für die Bürgerstiftung engagieren können.
Tauchen Sie ein in unsere Projekte, lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie, wie Sie selbst aktiv werden können. Zusammen gestalten wir Kehl noch lebenswerter!
