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20 Jahre
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20 Jahre Bürgerstiftung Kehl - Impressionen von der Feier am 25. September 2026

Aktuelles & Berichte

20 Jahre, zwei Ehrungen, ein Fest

Die Bürgerstiftung Kehl beendet ihr Jubiläumsjahr mit einem Galadinner. Zuvor gab es beim Regionalforum Süd in Schwäbisch Hall gleich doppelten Grund zur Freude.

von Hans-Jürgen Walter

Geburtstagsgäste sind willkommen: Zum Abschluss ihres 20-jährigen Bestehens lädt die Bürgerstiftung Kehl (BSK) auf Samstag, 14. November, zu einem Galadinner in die Orangerie des Restaurants Julia’s ein. Es soll ein festlicher Abend werden – mit gutem Essen, Musik, Loriot und natürlich der Gelegenheit, auf zwei Jahrzehnte Bürgerstiftung anzustoßen.

Los geht es um 18.30 Uhr. Für 89 Euro pro Person gibt es ein Gourmet-Buffet mit Aperitif, verschiedenen Vor- und Hauptspeisen sowie Desserts und allen Getränken. Auch eine vegane Auswahl ist vorgesehen. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Wer dabei sein möchte, sollte sich deshalb bis spätestens 5. November per E-Mail beim Stiftungsratsvorsitzenden Karl Haase unter karl.haase@buergerstiftung-kehl.de anmelden. Mit der Überweisung der Teilnahmegebühr auf eines der Konten der Bürgerstiftung wird die Anmeldung bestätigt.

Für den passenden Klang sorgt das Akustik-Trio Freiburg. Dieses wird den Abend musikalisch begleiten – zunächst eher dezent zum Essen, später darf es auch etwas schwungvoller werden. Salonmusik gibt es zudem von Suzanne Da Costa-Kunz und Lea Balzar an den Violinen sowie Andreas Dilles am Klavier.

Und weil zu einem gelungenen Fest auch Humor gehört, darf Loriot nicht fehlen. Unter dem Titel „Szenen einer Ehe“ bringt Ruth Dilles mit ihrem „Theater der 2 Ufer“ pointierte Sketche, Dialoge und Texte des unvergessenen Vicco von Bülow auf die Bühne. Ein Abend also, der nicht nur den Gaumen, sondern auch Ohren und Lachmuskeln ansprechen soll.

Das Galadinner bildet den Schlusspunkt einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen die Bürgerstiftung ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert hat. Bürgerfest und Jubiläumskonzert liegen bereits hinter der Stiftung. Nun soll der Geburtstag gemeinsam mit Unterstützern, Freunden und Interessierten in festlichem Rahmen ausklingen.

Doppeltes Geschenk zum Jubiläum

Dass die BSK auch über Kehl hinaus Anerkennung findet, zeigte sich bereits wenige Wochen zuvor beim Regionalforum Süd 2026 der Stiftung Aktive Bürgerschaft in Schwäbisch Hall. Die Bürgerstiftung Kehl ist Mitglied der Stiftung Aktive Bürgerschaft, dem Kompetenzzentrum für bürgerschaftliches Engagement der genossenschaftlichen Finanzgruppe.

„Ziel dieser Veranstaltung war neben dem Kennenlernen und Vernetzen der Bürgerstiftungen der vielfältige fachliche Input“, berichtet die Kehler Vorstandsvorsitzende Barbara Tonnelier. Auf dem Programm standen unter anderem aktuelle rechtliche und regulatorische Fragen, Erbschaften sowie die Frage, wie Stiftungen und Gesellschaften Krisen resilient bewältigen können. Gefeiert wurde außerdem das Jubiläum „30 Jahre Bürgerstiftungen in Deutschland“.

Für die Bürgerstiftung Kehl gab es dabei gleich doppelten Grund zur Freude: Sie wurde als eine der Gewinnerinnen eines Fotowettbewerbs ausgezeichnet. Das Siegerfoto „Sölling-Chor in der Seniorenresidenz Kinzigallee“ zeigt zugleich, wofür die Stiftung steht: Begegnungen ermöglichen und Menschen zusammenbringen.

Als zweiten Geburtstagsgruß erhielt Barbara Tonnelier ein Ortsschild mit dem Schriftzug „Bürgerstiftung Kehl – die Mitmachstiftung“. Damit wurde die Kehler Stiftung gemeinsam mit anderen Bürgerstiftungen geehrt, die seit zehn, 20 oder 30 Jahren bestehen.

So darf die Bürgerstiftung Kehl ihr Jubiläumsjahr mit Rückenwind beenden: mit zwei Auszeichnungen im Gepäck und einem Galadinner, bei dem vor allem eines im Mittelpunkt stehen soll – die Menschen, die sich für das Gemeinwohl in Kehl engagieren oder sich dafür begeistern lassen.

Anmeldung zum Galadinner: bis 5. November per E-Mail an karl.haase@buergerstiftung-kehl.de. Teilnahmegebühr: 89 Euro pro Person inklusive Gourmet-Buffet und Getränke. Konten: Sparkasse Hanauerland, IBAN DE75 6645 1862 0000 1046 04Volksbank Bühl, IBAN DE38 6629 1400 0005 1067 96

Fotos:

Ein Ortsschild mit dem Schriftzug „Bürgerstiftung Kehl – die Mitmachstiftung“ erhielt die Vorstandsvorsitzende Barbara Tonnelier quasi als „Geburtstagsgeschenk“ beim Regionalforum Süd der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Damit wurde die Kehler Stiftung gemeinsam mit anderen Bürgerstiftungen geehrt, die seit zehn, 20 oder 30 Jahren bestehen. Fotos: Ingo Wilhelm / Stiftung Aktive Bürgerschaft

Auf dem Gruppenfoto ist Barbara Tonnelier hinten die 2. von rechts.

28. Okt. 2026, 08:48 Uhr

Regionalforum der Stiftung Aktive Bürgerschaft in Schwäbisch Hall

Fotos: Ingo Wilhelm / Stiftung Aktive Bürgerschaft

Am 9.Oktober fand das jährliche Treffen der Bürgerstiftungen im Südwesten in Schwäbisch Hall statt.

Ziel dieser Veranstaltung war neben dem Kennenlernen und Vernetzen der Bürgerstiftungen der vielfältige fachliche Input zu den Themen Regulatorik 2026, Erbschaften für Bürgerstiftungen, Mediennutzung, Resilienz und Kurzvorträge verschiedener Bürgerstiftungen.

Die Bürgerstiftung Kehl wurde in diesem Rahmen als eine der Gewinnerinnen des Fotowettbewerbs geehrt. Das Foto „Sölling-Chor in der Seniorenresidenz Kinzigallee“ wurde von Hans-Jürgen Walter eingereicht.

Außerdem wurde der Bürgerstiftung anlässlich des 20-jährigen Jubiläums das Ortsschild „Bürgerstiftung Kehl, die Mitmachstiftung“ überreicht.

17. Okt. 2026, 11:46 Uhr

"Schuld ist immer der Täter" Ausstellung „Was ich anhatte“

Foto und Text: Nina Saam Kehler Zeitung 

Die Ausstellung „Was ich anhatte“ der Kölner Filmemacherin Beatrix Wilmes, die noch bis zum 23. Oktober in der Friedenskirche zu sehen ist, erzählt von Menschen, die sexuelle Übergriffe erfahren haben. 

Von Alice, die ihren Sohn in die Kita gebracht hat und auf dem Rückweg durch den Park von einem Mann mit einer Pistole gezwungen wurde, ihn oral zu befriedigen. Von Ruth, deren Stiefvater im Heizungskeller „Brüstchen anfassen“ wollte, wenn die Mutter nicht zuhause war. Von Alina, deren Oma im Heim von einem Pfleger missbraucht wurde. Daneben hängen die Kleidungsstücke, die die Opfer trugen: Eine Jogginghose, ein geblümtes Hängerchen, ein Nachthemd und Pantoffeln. 

Die Ausstellung „Was ich anhatte“ rührt an, rüttelt auf und ist zutiefst verstörend – nicht umsonst wird während der Öffnungszeiten in der Friedenskirche immer jemand als Gesprächspartner vor Ort sein. „Schweigen muss enden“ „Die Friedenskirche ist ein guter Ort, um sich mit diesem Leid auseinandersetzen“, sagte Pfarrer Andreas Bordne in seinem Grußwort. Auch innerhalb der Kirche habe es sexuelle Übergriffe gegeben. Eine Studie, die die Vorfälle systematisch aufgearbeitet hat, habe der Kirche eine fehlende Konfliktkultur und „Harmoniesucht“ bescheinigt. „Anstatt den Missbrauchsvorwürfen nachzugehen, hieß es, sag niemanden etwas davon“, sagte Bordne. „Das ist eine ganz perfide Konstruktion.“ Er wünsche sich, dass das Schweigen über das, was in unserer Mitte geschehen ist, endlich aufhöre. 

Seit 2021 veranstaltet der Fachausschuss „Häusliche Gewalt“ der Bürgerstiftung Kehl verschiedene Aktionen rund um den 25. November, den Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. 

Die Ausstellung „Was ich anhatte“ zeigt zwölf Outfits, die die Opfer bei den erlebten Übergriffen trugen, daneben werden auf Tafeln ihre Geschichten erzählt. 

„Die Übergriffe geschehen meist ausgerechnet da, wo Frieden herrschen soll, nämlich in der Familie“, sagte OB Wolfram Britz, der die Schirmherrschaft übernommen hat. Genau das mache sexuelle Gewalt oft unsichtbar, die Betroffenen schwiegen aus Scham. Und wenn sie sich jemandem anvertrauten, käme oft die Frage, was sie denn anhatten. „Diese Frage sollte nie gestellt werden, suggeriert sie doch, dass das Opfer selbst schuld ist“, sagte Britz. „Das ist eine klassische Täter-Opfer-Umkehr.“ Sorge bereite ihm das Wiedererstarken toxischer Männlichkeitsbilder, in denen Dominanz und Kontrolle als besonders männlich empfunden werden. „Gewaltschutz und Gleichstellung gehören untrennbar zusammen“, sagte der OB. Das müsse man bei der Prävention mitdenken. Männer seien nicht automatisch Täter, aber Männer hätten eine Mitverantwortung, diesem Männerbild entgegenzutreten. 

Sexuelle Übergriffigkeiten begegnen Frauen tagtäglich. Claudia Mündel, die Vorsitzende des Fachausschusses, verwies auf drei Meldungen allein in dieser Woche: Auf dem Münchner Oktoberfest wurden über 80 Sexualdelikte angezeigt; Frauen ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück, aus Angst, dass ihre Bilder missbräuchlich verwendet werden; eine Gruppenvergewaltigung an einer amerikanischen EliteUniversität soll jetzt, zwei Jahre nach der Tat, erneut aufgerollt werden. Und während die Täter oft davonkommen, kämpfen die Opfer mit den Spätfolgen ihrer traumatischen Erlebnisse: Angststörungen, Beziehungsprobleme, Sucht – bis hin zum Freitod. 

Auch davon erzählt die Ausstellung: Von Markus, der als 9- bis 11-Jähriger sexuelle Übergriffe in Pfadfinderlagern erleben musste und das 20 Jahre mit sich herumgetragen hat, bevor er sich seiner Mutter und seiner Schwester anvertraute. Kurz darauf beging er Selbstmord. „Der Schuldige ist immer der Täter, egal was das Opfer anhatte“, sagte Claudia Mündel. „Wir müssen die Prävention in den Mittelpunkt stellen, damit es gar nicht erst zu Übergriffen kommt.“

12. Okt. 2026, 10:13 Uhr

Faszination Wasser "Probleme der kleinen Wasserkraft"

von Klaus Gras

Am Montag, den 28. September, kehrte Martin Wenz nach 35 Jahren an seinen ehemaligen Studienort, die Hochschule Kehl, zurück. Thema seines Vortrags im Rahmen der Reihe „Faszination Wasser“  waren die Probleme der kleinen Wasserkraft. Mittlerweile ist Herr Wenz Finanzvorstand des Elektrizitätswerk Mittelbaden AG & Co. KG und war für dem Aufbau von drei Wasserkraftwerken an der Kinzig verantwortlich.

Zunächst begrüßte Klaus Gras im Namen der Bürgerstiftung Kehl den Vortragenden und die Gäste. Unter den Zuhörern befand sich auch der erste Beigeordnete der Stadt Kehl, Thomas Wuttke und der Rektor der Hochschule Prof. Dr. Joachim Beck.

Martin Wenz erläuterte den Wandel der Bedeutung der Wasserkraft als Energiequelle in Deutschland. Während der Industrialisierung war sie der Motor der Elektrifizierung. Nach und nach nahm ihre Bedeutung ab. Mittlerweile ist die Wasserkraft im Energiemix mit nur noch 3 % vertreten. Ein Grund für diese Entwicklung sind dreimal höheren Kosten gegenüber z.B. der Windkraft.

Besondere Schwierigkeiten bereiten den kleinen Wasserkraftwerken die steigenden Umweltauflagen und der Klimawandel mit allgemein sinkenden und dennoch stark schwankenden Wasserständen. Ein weiteres Problem ist die Instandhaltung der komplizierten Technik. Diese Faktoren führen zu einem unrentablen Betrieb von kleinen Wasserkraftwerken.

Im Anschluss folgte eine angeregte Diskussion über die Wasserkraft und andere Möglichkeiten der Energieerzeugung. Klaus Gras nutzte die Gelegenheit die Organisation der Vortragsreihe zukünftig an Olaf Luche zu übergeben.

Im Foyer stärkten sich die Anwesenden dank dem Mitorganisator Günter Ladny bei einem reichhaltigen Obstbuffet und nutzten die Gelegenheit zu weiteren Gesprächen. 

9. Okt. 2026, 10:14 Uhr

Nächste Veranstaltungen

9
NOV

Vorstellung Stifterwein Nr. 13

Feldscheune, ab 19:00 Uhr
14
NOV

Galadinner zum 20-jährigen Bestehen der BSK

Orangerie Julia's, Kehl-Sundheim, ab 19:00 Uhr

Galadinner für die Stifterfamilie, für die Freunde und Freundinnen der BSK 

Herzlich willkommen bei der Bürgerstiftung Kehl!

Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere Arbeit interessieren! Auf dieser Seite erhalten Sie umfassende Informationen über unser gesellschaftliches Engagement, unsere vielfältigen Projekte und Aktivitäten, die wir gemeinsam mit der Kehler Gemeinschaft umsetzen. Als Bürgerstiftung setzen wir uns für die nachhaltige Entwicklung und das Wohl unserer Stadt ein – sei es durch die Förderung von Bildung, sozialen Initiativen oder kulturellen Angeboten.

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