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Barbara Tonnelier
Vorstandsvorsitzende


Neueste Nachrichten

Bürgerstiftung schließt sich dem Kampf gegen rechts an

Die Kehler Bürgerstiftung unterzeichnet eine Selbstverpflichtung und bekennt sich zu Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt. 
29. Jan. 2024 um 11:17 Uhr

Brückenwein, Brückenbuch

Schöne Weihnachtsgeschenke: Der Erlös hilft der Kehler Bürgerstiftung bei der Förderung zahlreicher Maßnahmen im sozialen und kulturellen Bereich und hilft in Notfallsituationen.
06. Dez. 2023 um 17:36 Uhr

Bürgerstiftung Kehl unter Deutschlands Top 10

Im laufenden Jahr hat die Kehler Vereinigung bisher 51.455 Euro für 39 Maßnahmen ausgegeben. Die „Rosenstraße 76“ soll ein neuer Tätigkeitsschwerpunkt werden.

Text und Bild: Hans-Jürgen Walter

Die Bürgerstiftung Kehl konnte ihre Platzierung unter den ersten zehn Stiftungen festigen. In der Kategorie Spendeneinnahmen belegt sie den vierten Platz. Damit gehört die Kehler Stiftung zu den erfolgreichsten in ganz Deutschland. Das ist das Ergebnis des „Report Bürgerstiftungen 2023“, in dem die zehn leistungsstärksten Bürgerstiftungen in den Kategorien Vermögenswachstum, Spendeneinnahmen und Fördersumme ermitteln werden.

Bei der jüngsten Sitzung der Gremien der Kehler Bürgerstiftung (BSK) teilte die Vorstandsvorsitzende Barbara Tonnelier das Resultat der Erhebung mit. Sie freut sich über diese erneut gute Platzierung: „Sie ist für uns Ehre, Ansporn und Verpflichtung zugleich, auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.“ Mit dem „Report“ hat die Stiftung Aktive Bürgerschaft gemeinsam mit dem Bündnis der Bürgerstiftungen die zentralen Finanzkennzahlen der Bürgerstiftungen in Deutschland für die Jahre 2021 und 2022 erhoben. Demnach stärken Bürgerstiftungen auch in unsicheren Zeiten soziales Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt. An der Umfrage haben sich laut Mitteilung Dreiviertel der Bürgerstiftungen beteiligt.

Geld, Zeit, Ideen

Rund 400.000 Menschen engagieren sich bereits an 426 Orten mit Geld, Zeit und Ideen. Das Stiftungskapital aller Bürgerstiftungen liegt laut der Erhebung zurzeit bei 556 Millionen Euro. Die Kehler Stiftung hat aktuell 247 Stifter, ihr Stiftungskapital ist von 83.708 Euro beim Start 2006 auf rund 2,16 Millionen Euro Ende 2022 gestiegen.

Im Jahr 2022 hat die Fördersumme aller Bürgerstiftungen mit 29 Millionen Euro einen neuen Höchststand erreicht. Neben Erträgen aus dem Kapital ist dies den Spendeeinnahmen zu verdanken. In Kehl konnten im laufenden Jahr bis Mitte Oktober 51.455 Euro für 39 Maßnahmen ausgeschüttet werden. Im vergangenen Jahr hat die BSK 51 Projekte mit insgesamt 82.631 Euro gefördert. Unterstützt werden unter anderem die Leuchtturmprojekte Betreuung von Demenzpatienten und Integration durch Musik.

Momentan verwalten Bürgerstiftungen in Deutschland 905 Stiftungsfonds und Treuhandstiftungen. Die Kehler Stiftung hat laut ihrem Finanzbericht fünf Stiftungsfonds, nämlich Heide-Hilzinger-Stiftung, Ilse-Teipelke-Stiftung, Ferdinand-Stumpe-Stiftung, Helmut-Schneider-Stiftung und eine Stiftung, die namentlich nicht genannt werden möchte. „Die letzten vier werden erst nach dem Ableben der Stifter wirksam“, berichtet Tonnelier. „Aber jetzt schon konnte 2019 aufgrund des Stumpe-Stiftungsfonds der Fachausschuss ,Gewalt in der Familie‘ gegründet werden, der mit vielfältigen Aktionen auf das Thema aufmerksam macht“, so die Vorsitzende. Sie nennt als Beispiele den Aktionsmonat gegen Gewalt im November, dieses Jahr bereits zum dritten Mal, die Unterstützung des Frauenhauses Offenburg, das Kinder-stärken-Programm sowie die Kinderbetreuung für Migrantinnen, damit diese an Deutschkursen teilnehmen können.

Zusätzlich zu den bekannten Projekten und Förderungen ist für die BSK ein wichtiger Schwerpunkt, den sie jetzt angehen will, die Einrichtung der präventiven Ausstellung gegen häusliche Gewalt „Rosenstraße 76“ in Zusammenarbeit mit dem Verein Frauen helfen Frauen (wird die Trägerschaft übernehmen) und der Geiger-Stiftung Kehl. Zielgruppe werden vor allem Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften sein. „Fälle häuslicher Gewalt kommen leider häufig vor, so dass wir dringenden Bedarf gerade auch für Kehl sehen“, sagt die BSK-Vorsitzende. „Wir als Bürgerstiftung wollen mit dieser Ausstellung zu der wichtigen Präventionsarbeit gegen Gewalt in Kehl beitragen.“

Neues Modellprojekt

Außerdem kündigt Barbara Tonnelier für die BSK zusammen mit der Stiftung Aktive Bürgerschaft und Geno-Stiftung „Wissen schafft Partner“ den Start eines Modellprojekts im neuen Jahr an gemeinsam mit der Hochschule Kehl, der Volksbank und anderen Partnern, bei dem es darum gehen wird, in Anlehnung an das Konzept „Vital Signs“ die Vitalität vor Ort zu messen und konkret die Lebensqualität zu verbessern.

Mit „Vital Signs“ könne die Bürgerstiftung systematisch erheben, wie es um die Lebensqualität von Kehl bestellt ist. „Anhand von Indikatoren werden vorhandene Lokaldaten und Umfragen in bestimmten Themenfeldern ausgewertet, beispielsweise Gesundheit, Bildung, Kultur, Wohnen, Umwelt“, erläutert die Vorsitzende. Auf Basis dieser Analyse wird ein Bericht verfasst, wird Aufmerksamkeit geschaffen, werden neue Förderschwerpunkte gesetzt und nicht zuletzt lokale Akteure zusammengebracht, die sich engagieren wollen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Tonnelier betont, dass die Bürgerstiftung Kehl weiterhin all ihr Engagement darauf ausrichten werde, in Kehl entsprechend ihrer Statuten überall dort Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, wo diese Hilfe erforderlich ist. „Und selbstverständlich freuen wir uns, wenn wir auch beim nächsten Report Bürgerstiftungen wieder eine gute Platzierung erreichen.“ Dazu bittet die BSK-Vorstandsvorsitzende weiterhin um Unterstützung. Wer das tun möchte, kann das beispielsweise mit einer Überweisung auf eines der Konten der Stiftung: Sparkasse Hanauerland, DE75 6645 1862 0000 1046 04 oder Volksbank Bühl, DE38 6629 1400 0005 1067 96.

Unser Autor, der ehemalige langjährige Kehler Zeitungsredakteur Hans-Jürgen Walter, ist selbst in der Bürgerstiftung engagiert.

05. Dez. 2023 um 15:02 Uhr

Extrablatt: Kehl, der Rhein und die Brücken

Das mittlerweile dritte Extrablatt der Bürgerstiftung Kehl ist erschienen. „Man sollte sich das neue Heft der Bürgerstiftung nicht durch die Lappen gehen lassen“, rät Autor Hans-Jürgen Walter.

Von unserer Redaktion

Der Rhein und die Brücken – sie gehören zu Kehl wie die Grenze: mal hermetisch abgeriegelt, mal durchlässig oder auch mal ganz offen. Das und der Alltag der Menschen am Fluss sowie Menschen, die den Strom in beiden Richtungen überqueren ist Gegenstand des BSK Extrablatt No. 3, das dieser Tage erschienen ist. 

Ausgangspunkt der neuen Publikation der Bürgerstiftung Kehl mit dem Titel „Kehler Übergänge“ ist die Ausstellung, die vom 7. Mai bis zum 3. September 2023 im Hanauer Museum in Kehl gezeigt worden ist. Unter dem Titel „Übergänge: Der Rhein, die Brücken, die Menschen“ hat die Präsentation Menschen porträtiert, deren Leben sich durch die Überquerung der Brücken geändert hat und sie hat die spannungsreiche Geschichte der Übergänge zwischen Kehl und Straßburg dokumentiert. 

Die in der Ausstellung dargestellte wechselvolle Geschichte hat Mitstifter Hans-Jürgen Walter, langjähriger Redakteur der Kehler Zeitung und jetziger Rentner, in einer Artikelserie für unsere Zeitung im Sommer 2023 näher beleuchtet. „Es ist sein großes Verdienst, mit seinen Essays Einblicke in mehr als 500 Jahre Kehler Geschichte eröffnet zu haben, in deren Zentrum stets der Alltag der Menschen stand, die sich am Ufer des Rheins niederließen und schon früh auf vielerlei Weise Brücken zur anderen Seite des Flusses bauten“, schreibt Ute Scherb, Leiterin von Stadtarchiv und Hanauer Museum im Grußwort. 

Wie schon 2020 beim ersten BSK Extrablatt über die Weimarer Republik und die 1920er-Jahre in Kehl sowie dem BSK Extrablatt 2021 über die Eingemeindung ist es wiederum der Initiative von Heino Bullwinkel, der viele Jahre stellvertretender Vorsitzender des Fundraising-Fachausschusses der BSK gewesen ist, zu danken, dass die Bürgerstiftung die Artikel-Serie über die Übergänge-Exposition ebenfalls in einem Büchlein zusammengefasst hat und so diese Kehler Epoche festhält. „Gerne haben die Gremien unserer Bürgerstiftung sowie viele Stifter diese Idee unterstützt“, bekräftigt die Vorstandsvorsitzende. „Das BSK Extrablatt No. 3 ist einmal mehr sehr gut gelungen!“ Das konstatiert Barbara Tonnelier, als sie das knapp 100-seitige Printprodukt in den Händen hält. „Es macht Freude, Vergessenes und für viele sicherlich auch manch Neues über unsere Stadt zu erfahren“, fügt sie hinzu. Das von „5uhr38 ideen und konzepte“ gestaltete und herausgegebene aktuelle BSK Extrablatt bietet seinen Lesern 18 interessante Geschichten. „Vom wilden Rhein, der ins Bett gebracht wird, über die Schätze im Fluss und den Holzhandel am Kehler Floßhäfele, wobei Werner Hetzel, der ,Willstätter Moscherosch', die Geschichte der Flößerei erzählt, bis zu hin Wissenswertem über den Kehler Rheinhafen lernt man ein facettenreiches Kehl kennen“, skizziert der Autor, was den Leser erwartet. Dazu zählen auch die Freizeitvergnügen am und im Rhein einschließlich des Freibades im Rhein. „Man sollte sich das neue Heft der Bürgerstiftung nicht durch die Lappen gehen lassen“, rät Hans-Jürgen Walter. Und woher dieser Ausdruck stammt, auch das erfahren die Leser des BSK Extrablattes. In diesem ist sicherlich eine Besonderheit das Interview mit dem ehemaligen Straßburger Oberbürgermeister Roland Ries über die Grenzschließung während der Corona-Zeit, das die Pressechefin der Stadt Kehl, Annette Lipowsky geführt hat und das im BSK-Band ausführlicher ist als das in der Zeitungsserie aus Platzgründen möglich gewesen ist. Auch andere Artikel, etwa über die Brücken, sind mit zusätzlichen Informationen bereichert. Schließlich enthält das Büchlein auch eine Chronologie der Kehler Rhein-Brücken. „Hans-Jürgen Walter hat eine Arbeit geleistet, die für die Kehler Geschichte wichtig ist“, würdigt Heino Bullwinkel.„Der Kehler Bürgerstiftung kann nicht genug gedankt werden dafür, dass sie dem flüchtigen Medium des Zeitungsartikels mit der Herausgabe dieser Broschüre nicht nur erneute Aufmerksamkeit verschafft“, konstatiert Stadtarchiv- und Museumsleiterin Scherb, „sondern dazu beiträgt, dass allen Interessierten nun dauerhaft ein reich bebildertes Nachschlagewerk über die Kehler Geschichte zur Verfügung steht.“Jetzt liegt das dritte BSK Extrablatt also vor. Roland Hammel und sein Team haben ein Großteil der Exemplare fertig gemacht für die Zustellung an Stifter und Unterstützer der Bürgerstiftung. Interessierte erhalten das BSK Extrablatt „Kehler Übergänge“ bei der Tourist-Information oder der Kehler Buchhandlung Baumgärtner für eine Schutzgebühr von 10 Euro. Die Stiftungs-Vorsitzende Barbara Tonnelier ist überzeugt: „Auch das aktuelle BSK Extrablatt wird wie seine zwei Vorgänger bei den Kehlerinnen und Kehlern gut ankommen.“ 

BSK Extrablatt „Kehler Übergänge“

Hans-Jürgen Walter/Bürgerstiftung Kehl (BSK)

Hg. „5uhr38 ideen und konzepte“

erhältlich bei Tourist-Information und Buchhandlung Baumgärtner Kehl

Schutzgebühr 10 Euro

25. Nov. 2023 um 10:49 Uhr


Nächste Veranstaltungen

21
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Vortrag: Stiften und Vererben

Club Voltaire, Hafenstr. 3, Kehl, ab 17:00 Uhr
22
MAR

Einweihung Tafel Kehl

Tafel Kehl, ab 23:00 Uhr