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Das Projekt "Checkst du?!" hat in Kehl im vergangenen Schuljahr 1750 Schülerinnen und Schüler erreicht. Sie lernten unter anderem, Nein sagen zu können und den Umgang mit den modernen Medien.
von Andreas Cibis
Grenzen setzen, Nein sagen oder Konflikte gewaltfrei lösen: Für viele Kinder sind das keine Selbstverständlichkeiten. Die eigenen Gefühle erkennen zu lernen und adäquate Reaktionsmöglichkeiten zu finden, ist das Ziel des Projekts "Checkst du?!", das Jugendsozialarbeiterinnen an allen Kehler Grundschulen und der Albert-Schweitzer-Schule entwickelt haben. Im zurückliegenden Schuljahr, so berichtet die Stadtverwaltung Kehl, haben sie damit 1750 Jungen und Mädchen erreicht. Möglich war dies durch die Unterstützung der Kehler Stiftungen, die darüber hinaus gemeinsam eine Finanzierung in der Größenordnung von jeweils 10.000 Euro über drei Schuljahre (2027/2028, 2028/2029, 2029/2030) hinweg zugesagt haben.
Für die Themenbereiche Gefühle erkennen und ausdrücken, Streitlösung ohne Gewalt, gesunde Freundschaft und den Umgang mit Medien haben die Jugendsozialarbeiterinnen selbst Angebote erarbeitet und diese in den Grundschulklassen umgesetzt. Durch das Engagement von Kehler Stiftungen war es möglich, auch externe Partner einzubinden: So war in den ersten Klassen das „Voll das Theater“ zu Gast, ein interaktives Puppentheater, das den Jungen und Mädchen zeigte, wie sie Grenzen setzen und nein sagen können.
In den Klassenstufen zwei und drei lernten die Kinder mit der Sportschule Dittus, gewaltfrei Konflikte zu lösen und wertschätzend miteinander zu kommunizieren.
Die neue städtische Fachkraft für Prävention und Empowerment, Elise Buchelet, bearbeitete mit den Grundschülerinnen und Grundschülern das Thema Medien und auch der städtische Inklusionsbeauftragte Nicolas Uhl war Teil des Teams. Es gehe nicht darum, die sozialen Medien zu verteufeln, erklärte Elise Buchelet beim Treffen der Vertreterinnen und Vertreter der Stiftungen mit den Jugendsozialarbeiterinnen im Garten der Albert-Schweitzer-Schule, sondern den Umgang damit zu erlernen.
In einem Inklusionsworkshop mit Nicolas Uhl, Anika Hug und Lisa Haupt konnten die Kinder auf einem Parcours testen, wie es Menschen ergeht, die mit Beeinträchtigungen leben, also Einschränkungen beim Bewegen haben, oder blind sind und wie sie bei Begegnungen im Alltag vielleicht Hilfe anbieten können.
Allein die externen Partner von "Checkst du?!" haben in den beteiligten Schulen 71 Doppelstunden gestaltet. Die Polizei Raststatt hat darüber hinaus einen Elternabend zum Thema Schutz vor sexualisierter Gewalt angeboten. Die Polizei Offenburg veranstaltete einen digitalen Elternabend über den Schutz im digitalen Raum. Über das Präventionsnetzwerk Ortenau hat das Team der Jugendsozialarbeiterinnen die Möglichkeit bekommen, gemeinsam mit Professorin Susanne Peter, Unterrichtskonzepte zur digitalen Medienprävention zu erarbeiten, die sie, ebenso wie Lehrerinnen und Lehrer, nun umsetzen können, heißt es in der Pressemitteilung.
Im neuen Schuljahr sollen die Eltern stärker in die Medienbildung miteinbezogen werden, kündigte Fenja Becherer, Jugendsozialarbeiterin bei der Stadt Kehl, an. Stellvertretend für das Team dankte Fenja Becherer den Kehler Stiftungen dafür, dass durch deren Unterstützung das Programm für das neue Schuljahr gestaltet werden konnte und dass das Präventionsprojekt durch die Beteiligung aller Stiftungen ausgebaut und verstetigt werden kann.
INFO
Im Schuljahr 2025/2026 haben die Carl-Friedrich-Geiger-Stiftung, die Rhein-Stiftung – Fondation du Rhin und Riel Fruchthandel das Präventionsprojekt unterstützt.
Für die drei Schuljahre (2027/2028 bis einschließlich 2029/2030) wird das Präventionsprojekt in den Grundschulen von der Bürgerstiftung Kehl, der Rhein-Stiftung I Fondation du Rhin, der Carl-Friedrich-Geiger-Stiftung, der Stiftungen von Sparkasse und Volksbank, der Evangelischen Kirchenstiftung, der Grossmann-Stiftung und der Georgette-Stiftung getragen.
Für die Stadt Kehl dankte Natascha Kaiser, Fachbereichsleiterin Bildung, Soziales und Kultur, den Stiftungen: Die Kehler Stiftungslandschaft und deren Engagement „ist schon etwas Einmaliges“.
Grenzen setzen, nein sagen oder Konflikte gewaltfrei lösen: Für viele Kinder sind das keine Selbstverständlichkeiten. Die eigenen Gefühle erkennen zu lernen und adäquate Reaktionsmöglichkeiten zu finden, ist das Ziel des Projekts Checkst du?!, das Jugendsozialarbeiterinnen an allen Kehler Grundschulen und der Albert-Schweitzer-Schule entwickelt haben. Im zurückliegenden Schuljahr haben sie damit 1750 Jungen und Mädchen erreicht. Möglich war dies durch die Unterstützung der Kehler Stiftungen, die darüber hinaus gemeinsam eine Finanzierung in der Größenordnung von jeweils 10 000 Euro über drei Schuljahre (2027/2028, 2028/2029, 2029/2030) hinweg zugesagt haben.
„Damit sind nunmehr 46 Glascontainer in Kehl und in Ortsteilen bemalt“ stellt Klaus Gras zufrieden fest. In der Initiativgruppe „Sauberes und buntes Kehl“ ist er der unermüdliche Initiator für die Bemalungen von Glascontainern, seitdem es diese Gruppe gibt. Inzwischen hat diese in der Bürgerstiftung Kehl ihren festen Platz gefunden. Die Materialkosten für die neue Bemalungsaktion durch zwei Kehler Jungs, Felix Krüger und Levi Dukart, wurden jedoch nicht von der Bürgerstiftung Kehl getragen, sondern aus Mitteln der Stadt Kehl bestritten. Der „Einweihung“ an einem sonnigen Augustnachmittag wohnten dementsprechend in Vertretung des OB der Ehrenamtliche Joachim Mätz ebenso bei wie Barbara Tonnelier, Vorsitzende der Bürgerstiftung Kehl.
Felix Krüger und Levi Dukart sorgten bereits im letzten Jahr für die farbenfrohe Bemalung von vier Glascontainern bei den Sportanlagen mit passenden Motiven, dieses Jahr mit neuen originellen Einfällen für die vier Container in der Ohmstraße. Alle Entwürfe für Bemalungen werden von Klaus Gras geprüft und deren Freigabe stets bei der Firma Merb als Eigentümerin der Glascontainer eingeholt. Weitere noch unbemalte Glascontainer dürfen in den kommenden Jahren durch neue Künstler aus Kehl, egal welches Alter, ebenfalls bemalt werden. Nur die Materialkosten werden übernommen, wobei sich Klaus Gras um die Sponsoren kümmert. Sein Ziel, mit jeder Bemalung die Stadt Kehl samt Ortsteilen schöner und bunter zu gestalten. Seine Mitstreiter in der Initiativgruppe hoffen dabei insgeheim, dass die Stellplätze rund um die Glascontainer auch zunehmend sauberer werden.
Sechs Glascontainer sind bemalt
von Klaus Gras
Für die Organisatoren von Sauberes und buntes Kehl waren die rund 40 Monate Vorlaufzeit eine Geduldsprobe. Von der Idee alle sechs Glascontainer in Kork zu bemalen, zeigte sich die Schulleiterin Bettina Maria Herr vom Oberlin-Schulverbund aufgeschlossen. Aber erst die dritte Ansprechpartnerin, Margaryta Miskevych setzte sich final für die Fertigstellung ein.
Die Finanzierung war dagegen rasch in trockenen Tüchern. Marc Needell vom Gasthaus Hirsch sagte spontan zu, 50 % der Kosten zu übernehmen. Genauso schnell sagte Ortsvorsteher Armin Lubberger zu, die übrigen Kosten von der Ortschaft zu übernehmen.
Insgesamt waren sechs Schülerinnen und Schüler an diesem Projekt beteiligt. Die Motive gingen über den TGV/ICE, bei dem zu sehen ist, dass die Flaschen den Weg zum Glascontainer gehen. Die Botschaft, dass Glas nicht ins Meer zu werfen ist, ziert ein anderer Glascontainer, die Container sind alle künstlerisch frei gestaltet.
Nun bleibt zu hoffen, dass der Platz um die Glascontainer müllfrei bleibt.
Fotos : Elfriede Gras
Gruppenfoto: v.l.n.r. – Ortsvorsteher Armin Lubberger, Marc Needell, Rolf Hauer von der Bürgerstiftung Kehl, Ulf Behringer und Klaus Gras von Sauberes und buntes Kehl, die Lehrerin Margaryta Miskevych und fünf der sechs Schüler vom Oberlin-Schulverbund.
TGV und die Glasflaschen
Glas gehört nicht ins Meer
Jubiläumskonzert unter der Leitung von Theodor Guschlbauer
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