Leuchtturmprojekt: Betreuung von Demenzkranken

Die BSK hat im Jahre 2013 ein Großpojekt begonnen: die Abendbetreuung von Demenzpatienten durch Studenten im Altenpflegeheim Dr. Friedrich Geroldt. Im Jahre 2013 haben sich 17 Studenten der Hochschule Kehl, im Jahr 2014 sogar 40 Studenten (10% aller Studienanfänger) für diese Aufgabe gemeldet. Sie wurden als Begleiter für Demenzpatienten geschult. In den Vorlesungsmonaten sind sie im Einsatz und reden, spielen oder gehen mit den Senioren spatzieren. In den Prüfungs- und Ferienmonaten übernehmen Mitglieder der Stifterfamilie diese Aufgabe.

Die versandten Briefe an die Mitglieder der Bürgerstiftung und Freunde der BSK informieren über das Leuchtturmprojekt Betreuung von Demenzkranken.

Brief aus dem Jahr 2013

Liebe Stifterfamilie,

unsere Bürgerstiftung geht ein neues Großprojekt an: die Abendbetreuung von Demenzpatienten durch Studenten im Altenpflegeheim in Kehl.

Wie ist es dazu gekommen?

Beim letzten Stiftertag wies unsere Stifterin Monique Hezel-Reyntjens auf die nicht befriedigende Abendbetreuung im Geroldthaus hin. Viele Bewohner, insbesondere demenziell Erkrankte, haben auch abends das Bedürfnis nach Bewegung, nach Gemeinschaft, nach einer späten Mahlzeit oder sie haben einfach ein geringeres Schlafbedürfnis. Eine angemessene Betreuung in den Abendstunden ist über den Pflegesatz nicht abgedeckt. Da sich die Personalbesetzung nach festgelegten Personalschlüsseln richtet, würde die Verlagerung von Personal in die Abendstunden zu Abstrichen beu der Tagesaktivierung und-betreuung führen.

In mehreren Gesprächsrunden haben Vertreter der BSK mit Vertretern des Geroldthauses, der Hochschule Kehl und der Stadt nach Möglichkeiten einer Abendbetreuung mit zusätzlichen Kräften gesucht. Im Rahmen der Abendbetreuung sollen bedarfsbezogen vielfältige Aktivitäten durchgeführt werden wie z. B. Begleitung bei Spaziergängen, Spielen, Gespräche/Unterhaltung, gemeinsames Fernsehen, Unterstützung bei der Einnahme von späteren Mahlzeiten.

Es wurde die Idee entwickelt, Studenten der Kehler Hochschule gegen ein geringes Entgelt einzubinden. Auf Nachfrage haben sich erfreulicherweise 17 Studenten gemeldet. Bis 2014 stieg die Anzahl der beteiligten Studenten auf insgesamt 40 an. Sie werden zur Vorbereitung an Demenzschulungen für Angehörige und Ehrenamtliche des Pflegestützpunktes Kehl und sie werden bei den Alltagsbegleitern des Geroldthauses hospitieren. Außerdem ist sichergestellt, dass jederzeit die Hilfe von Pflegefachkräften einbezogen werden kann.

Dieses Demenzprojekt hat positive Auswirkungen für alle Beteiligten:

  • Die Patienten erhalten weitere Betreuungsleistungen und somit ein Mehr an Lebenqualität.
  • Die Studenten erhöhen ihre soziale Kompetenz im Umgang mit älteren Menschen und den Einblick in die organisatorischen Abläufe einer sozialen Einrichtung. Dies ist von besonderer Bedeutung im Hinblick auf die künftigen Berufsfelder und dem landesweiten Einsatz der Studenten.
  • Das Geroldthaus bereichert sein Leistungsspektrum und sein Image.
  • Stadt und Hochschule profitieren von einander.
  • Die Bürgerstiftung startet ein bisher einmaliges Leuchtturmprojekt, finanziert dieses und betreut es durch eine neugegründete Arbeitesgruppe:Unter der Leitung des Unterzeichners arbeiten von der BSK mit: Heide Hilzinger, Monique Hezel-Reyntjens, Ursel Peckolt und Bärbel Armbruster. Außerdem vom Geroldthaus-Herr Müller und Frau Schmidt, von der Hochschule-Prof Stephan, von der Stadt- Herr Kubitza. Zwei weitere Fachkräfte werden angefragt.

Liebe Stifterfamilie,

mit diesem Schreiben will ich Sie nicht nur unterrichten sondern auch um Ihre Mithilfe bitten. Das Projekt ist mit 20 000€ im Jahr angesetzt, eine für den Haushalt der Bürgerstiftung enorme Summe- vor allem in der Zeiten der Niedrigstzinsen. Spenden, vor allem feste Monatsspenden-auch geringen Umfangs, würden uns sehr helfen. Für Daueraufträge können Sie Ihre üblichen Bankgepflogenheiten verwenden oder das Dokument Zuwendungszusage herunterladen und an mich senden.

Vorstand und Stiftungsrat würden sich über eine erfolgreihe Spendenaktion "Demenz" sehr freuen.

Vielen Dank und herzliche Grüsse,
Ihr Joerg Armbruster

Brief aus dem Jahr 2014

Liebe Freunde der Bürgerstiftung Kehl,
sehr geehrte Damen und Herren,

Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter in Altersheimen sind täglich konfrontiert mit Hinfälligkeit, Endlichkeit und Sterben. Wie gehen sie damit um? Was brauchen sie als Hilfe? Was erhalten sie als Entlastung?

Die Einrichtungen der Altenhilfe verzeichnen schon seit geraumer Zeit außerordentlich Personalmangel . Die Sorge um die Mitarbeitenden wird zu einer der wichtigsten Aufgaben.

Eine besondere Herausforderung sind die an Demenz erkrankten Heimbewohner.

 Dass der Mensch mit Demenz am Lebensende eine besondere Betreuung mit vielen helfenden Händen braucht, steht außer Frage. So erscheint es erst einmal folgerichtig, dass die Betreuung dieser Menschen am besten durch Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt gelingen kann.

"Wissen wir eigentlich, was die Diagnose Demenz für den alten Menschen bedeutet?"

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder des Alters, bei denen eine Hirnschädigung zu einem schrittweisen Verlust des Gedächtnisses, des Denkens, der Erinnerung, der Orientierung oder Verknüpfung von Denkinhalten führt.

Mit dem Leuchtturm-Projekt "Abendbetreuung von Demenzpatienten", das wir gemeinsam mit der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl und dem Altenpflegeheim Dr. Friedrich-Geroldt-Haus, Iringheimerstr. 51, Kehl, durchführen, beschreiten wir neue Wege.

Wir fördern nicht nur Projekte von aktiven Mitbürgern, sondern organisieren auch mit Partnern eigene Wege. Auf Anfrage haben sich 2013 ca. 17 Studenten und 2014 ca. 35 Studenten bereit erklärt, sich in dieses Projekt einzubinden zu lassen, das auf längere Zeit konzipiert ist.

Soll dies eine Erfolgsgeschichte werden, benötigen wir ca. 20.000,- €/pro Jahr, die wir u. a. mit Spendenmitteln realisieren wollen.

Wir lassen uns dabei von einem Spruch von Konfuzius leiten:

„Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen!“

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dieses Projekt mit einer Spende unterstützen könnten.

Mit freundlichen Grüßen,

Jörg Armbruster

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